ORF III am Donnerstag: John-Ford-Retrospektive mit "Rio Grande" mit Maureen O'Hara und John Wayne als unversöhnliches Paar

Außerdem: "Krieg im Film" mit Kultkomödie "Unternehmen Petticoat" und Antikriegsdrama "Johnny zieht in den Krieg"

Wien (OTS) - Am Donnerstag, dem 21. August 2014, präsentiert Filmexperte Horst-Günther Fiedler mit "Rio Grande" den letzten Teil von John Fords Kavallerietrilogie, in der John Wayne und Maureen O'Hara erstmals als - getrenntes und unversöhnliches - Paar auftreten und um den richtigen Weg des gemeinsamen Sohnes kämpfen. Danach präsentiert der "Krieg im Film"-Schwerpunkt mit "Unternehmen Petticoat" zuerst Blake Edwards' Durchbruch und kultige Kriegskomödie über ein rosarotes U-Boot im Zweiten Weltkrieg und seine durchaus skurrile Besatzung. Danach stimmt der Antikriegsfilm "Johnny zieht in den Krieg" von Dalton Trumbo deutlich drastischere Töne an: Der im Ersten Weltkrieg von einer Granate zerfetzte blutjunge Soldat Johnny überlebt als Torso ohne Sinnesorgane außer seiner Haut den Krieg und wird zum lebendigen Mahnmal gegen kämpferischen Patriotismus und Grausamkeit.

Die Sendungen im Detail:

"John-Ford-Retrospektive: Rio Grande" (20.15 Uhr)

Mit "Rio Grande" aus dem Jahr 1948 ist John Fords Kavallerietrilogie nun komplett. Kathleen (Maureen O'Hara) lebt getrennt von ihrem Mann, dem Lieutenant Kirby Yorke (John Wayne). Ihr gemeinsamer Sohn (Claude Jarman jr.) tritt in Yorkes Garnison ein, um gegen die Indianer zu kämpfen. Kathleen versucht vergeblich, ihren Sohn davon abzuhalten, ohne sich jedoch mit ihrem Mann zu versöhnen. Erst seine Strafversetzung nach London macht dies möglich. Der erste Film, in dem John Wayne und Maureen O'Hara ein Paar geben, ist der einzige der Trilogie, in dem die Kavallerie nicht als Ort des Zusammenhalts und der Einheit dargestellt wird, sondern auch Gewalt und Unstimmigkeiten innerhalb Gruppe thematisiert werden. Zudem wurde die Kulisse des Monument Valley gegen die reizvolle Landschaften des Staats Utah ausgetauscht.

"Krieg im Film": "Unternehmen Petticoat" (22.00 Uhr) und "Johnny zieht in den Krieg" (23.50 Uhr)

Beide Weltkriege deckt danach der ORF-III-Schwerpunkt "Krieg im Film" ab. Zunächst ist Matt Sherman (Cary Grant) in der Kultkomödie "Unternehmen Petticoat" von Blake Edwards aus dem Jahr 1959 im Zweiten Weltkrieg Kommandant des U-Boots "Sea Tiger". Das Glück ist jedoch nicht auf seiner Seite: Als das Boot bei einem Angriff schwer getroffen wird, muss er fünf gestrandete Krankenschwestern aufnehmen, die Leutnant Holden (Tony Curtis) beim Landgang neben dem Material für die Reparatur mitgebracht hat. Die Frauen, die die Männerkabinen besetzen, richten jedoch heilloses Durcheinander an Bord an und ausgerechnet im Krieg wird die Männlichkeit der Crew in Frage gestellt: Das Boot wird pink lackiert und am Geschütz werden Büstenhalter zum Trocknen aufgehängt.
Im eindringlichen bitter sarkastischen Antikriegsfilm "Johnny zieht in den Krieg" geht es im Anschluss um den jungen Amerikaner Joe (Timothy Bottoms), der freiwillig in den Ersten Weltkrieg zieht, um am letzten Kriegstag an der französischen Front von einer Granate buchstäblich zerfetzt zu werden. Ohne Arme, Beine, Mund, Augen, Nase und Ohren ist er nur ein "Stück Fleisch", dem als einziges Sinnesorgan die Haut bleibt. Er überlebt und fordert, als Abschreckungsmittel gegen den Krieg gezeigt zu werden. Regisseur Dalton Trumbo verfilmte 1971 seinen eigenen Roman "Süß und ehrenhaft" und wurde dafür in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Zu sehen sind unter anderem auch Kathy Fields, Marsha Hunt, Jason Robards und Donald Sutherland.

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