Industrie zu Alpbacher Hochschulgesprächen: Universitäten dringend weiter stärken

IV-GS Neumayer: Stärkung der Finanzierungsbasis der Universitäten muss Priorität der Bundesregierung sein - Bedeutung und Verantwortung der Unis stärker herausarbeiten

Wien (OTS/PdI) - "Hochschulen, Wissenschaft und Forschung sind maßgebliche Erfolgsfaktoren für den Wirtschaftsstandort Österreich. Dafür sind aber auch entsprechende Rahmenbedingungen wie eine ausreichende öffentliche Finanzierung der öffentlichen Universitäten dringend notwendig", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich der Eröffnung der Alpbacher Hochschulgespräche, heute, Mittwoch. Auch die aktuellen Ergebnisse des Shanghai-Ranking 2014 verdeutlichen das stete Zurückfallen österreichischer Universitäten in internationalen Ranglisten. Statt wie im Vorjahr sieben befänden sich nur noch sechs heimische Hochschulen in der Rangliste der 500 weltbesten Universitäten. Österreich rutsche damit als Wissenschaftsstandort im internationalen Vergleich kontinuierlich ab.

"Die finanzielle Ausstattung der Universitäten muss nun absolute Priorität der Bundesregierung sein, wollen wir vom 'Innovation Follower' zum 'Innovation Leader' werden", forderte Neumayer. Aus Sicht der IV seien, wie von Bundesminister Reinhold Mitterlehner gefordert, mindestens 615 Mio. Euro für die Leistungsvereinbarungsperiode 2016-2018 notwendig, um die finanzielle Lage der Universitäten zu verbessern. Zur Erreichung des im Regierungsprogramm festgelegten Zwei-Prozent-BIP-Ziels "reicht dieser Betrag allerdings nicht aus", betonte der IV-Generalsekretär: "Wir brauchen eine breite Finanzierungsbasis für die Universitäten, dies umfasst zum einen die Erhöhung des privaten Finanzierungsanteils durch Studienbeiträge, zum anderen braucht es aber auch ein attraktives Stiftungsrecht, um Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter zu intensivieren."

Über die Finanzierungsfrage hinaus gehe es künftig auch verstärkt darum, die Bedeutung und Verantwortung der Universitäten für Gesellschaft und Wirtschaft insbesondere bei der Lösung von Zukunftsfragen stärker herauszuarbeiten. "Zum einen richtet sich der Auftrag an die Universitäten und Wissenschafter, verstärkt Wissenschaftskommunikation über Forschungsaktivitäten und -ergebnisse zu betreiben, zum anderen muss aber auch in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Aufgaben der Universität -neben Forschung und Lehre - geschaffen werden. Um die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können, muss daher die Rolle der Universitäten im Bereich von lebenslanger Weiterbildung, Technologietransfer und gesellschaftlichem Engagement stärker im Vordergrund stehen", forderte Neumayer. Dazu brauche es aber auch aus Sicht der Industrie sinnvolle Zugangsregelungen für weitere Fächer wie Rechtswissenschaften und Sprachen, um eine notwendige und sinnvolle Steuerung des Hochschulzugangs zu erreichen.

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