"matinee" am 24. August: Zeitreisen in die Belle Epoque und den Orient

Dokus "Musikalische Reisen: Versailles und Paris" sowie "Imperium - Das Weltreich der Kalifen"

Wien (OTS) - Auf eine spannende kulturelle Zeitreise entführt die von Martin Traxl präsentierte "matinee" am Sonntag, dem 24. August 2014, ab 9.05 Uhr in ORF 2: Die Doku "Musikalische Reisen: Versailles und Paris" taucht, nach einem Umweg über die Palastanlage im Lichte des Sonnenkönigs Ludwig XIV., in das Paris der Belle Epoque ein und begibt sich auf die Spuren der Komponisten Camille Saint-Saens und Georges Bizet. Nach einem "Evangelischen Gottesdienst" (9.30 Uhr) aus dem Seepark im kärntnerischen Feld am See widmet sich die Dokumentation "Imperium - Das Weltreich der Kalifen" (10.15 Uhr) der faszinierenden und rasanten Entstehung eines Reiches, das schon zu mittelalterlichen Zeiten über erstaunliche Mittel verfügte. Das orientalische Kalifat hat dabei nicht nur die islamisch-arabische Welt geprägt, sondern auch vieles zur Identität des modernen Europa beigetragen.

"Musikalische Reisen: Versailles und Paris" (9.05 Uhr)

Mit einem Umweg über Versailles im Lichte des Sonnenkönigs Ludwig XIV. reist Moderator Simon Callow in dieser Folge der Serie "Musikalische Reisen" (Buch und Regie: Peter Beveridge) in das Paris der Belle Epoque weiter. Mitte des 19. Jahrhunderts beauftragte Napoleon III. den Baron Georges-Eugène Haussmann mit einer großflächigen Restrukturierung der französischen Hauptstadt, die der Metropole dank der neuen Boulevards und der großzügigen Architektur ein unvergleichliches Aussehen verlieh. Zwei der wichtigsten französischen Komponisten sind in diesem Ambiente groß geworden:
Camille Saint-Saens und Georges Bizet.
Der 1835 geborene Saint-Saens wurde auch "französischer Mozart" genannt, denn bereits im zarten Alter von zwei spielte er Klavier und komponierte mit vier seine ersten Stücke. Auch als Erwachsener blieb er das brillante Genie und prägte durch seine unglaubliche Vielseitigkeit das französische Musikleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Im Vergleich zu Saint-Saens führte Georges Bizet ein geradezu unglückliches Leben, denn es war - trotz seines großen Talents - von vielen Rückschlägen geprägt. Die Uraufführung seiner Oper "Carmen" 1875 in Paris war einer der größten Opernskandale - und nur sechs Tage danach starb der Komponist mit 36 Jahren an einem Herzanfall. Den Siegeszug, den seine Oper bald um die Welt antrat, konnte er nicht mehr miterleben.

"Imperium - Das Weltreich der Kalifen" (10.15 Uhr)

Moderiert von Oscar-Preisträger Maximilian Schell zeigt die Dokumentation von Daniel Gerlach im Spiegel der heutigen Wissenschaft die rasante Entstehung dieses Weltreichs - aber auch dessen Untergang. Seit Europa sich selbst erfunden hat, reisten viele Europäer in den Orient - manche aus Neugier und Faszination, andere, um ihn zu erobern. Schon seit der Antike ist das so. Man könnte sogar sagen, dass die orientalische Welt die Identität Europas entscheidend mitgeprägt hat. Denn im Imperium der Kalifen lief vieles anders ab als im sogenannten Abendland. Rund 1,5 Milliarden Muslime gibt es -ein Vermächtnis dieser Zeit. Das Imperium entstand aus einer gewaltigen Verlegenheit: Mohammed hatte versäumt, einen Nachfolger zu bestimmten. So kam es zu einer umstrittenen Wahl, die über Jahrhunderte die Muslime spaltete, aber für den Anfang des ersten islamischen Weltreichs mitverantwortlich war: das Kalifat.
Drei Hauptfiguren waren für die Entstehung und das Innenleben des Kalifats wesentlich, von denen sich bis heute vor allem ein Name ins europäische Gedächtnis eingebrannt hat: Saladin. Während seiner Herrschaft versuchte er besonders den Vorderen Orient unter dem Banner des arabisch-islamischen Imperiums zu einen. Es entstand ein Lebensstil und eine Kultur, die grenzübergreifend wirkte.

Die "matinee" ist via http://TVthek.ORF.at als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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