Gefäßforum Österreich: Bauchaortenaneurysma Info- und Screening-Tage von 20. bis 24. Oktober 2014

Wien (OTS) - Das Gefäßforum Österreich setzt seine Gesundheitskampagne zur Aufklärung rund um das Bauchaortenaneurysma fort: Auch dieses Jahr werden an verschiedenen Tagen von 20. bis 24. Oktober kostenlose Beratungs- und Screening-Tage an mehreren Gefäßambulanzen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten angeboten. Neben umfassender Aufklärung zur Entstehung, Therapie und Prävention der Gefäßerkrankung führen die GefäßspezialistInnen auch eine einfache, schmerzlose Bauchultraschalluntersuchung, mittels der ein Aneurysma erkannt werden kann, durch. Das Bauchaortenaneurysma zählt zu den schwerwiegendsten Gefäßerkrankungen unter der über 60-jährigen Bevölkerung. Dabei handelt es sich um eine gefährlich erweiterte Bauchschlagader, die im Falle einer Ruptur (Platzen) in den meisten Fällen sogar tödlich endet. Geschätzte 70.000 ÖsterreicherInnen sind davon betroffen.

"Das Gefäßforum Österreich freut sich sehr, im Rahmen der diesjährigen Aneurysmawoche erneut auf die Wichtigkeit und Notwendigkeit von gezielten Ultraschalluntersuchungen zur Diagnose und optimalen Therapiemöglichkeit von Bauchaortenaneurysmen aufmerksam machen zu können. Erfreulich ist auch, dass trotz des angespannten medizinischen Umfeldes sich auch heuer wieder mehrere Gefäßambulanzen gemeinsam engagieren und dieses Service zusätzlich verstärkt an den Aktionstagen anbieten", so Prim. Priv.-Doz. Dr. Afshin Assadian, Wissenschaftlicher Sprecher des GFÖ und Leiter der Gefäßambulanz des Wilhelminenspitals Wien. An den diesjährigen Aktionstagen beteiligen sich heuer wieder in Wien das Wilhelminenspital, das Ambulatorium Döbling sowie das Kaiser Franz Josef Spital, in Niederösterreich das Landesklinikum Horn, in Oberösterreich das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz und in Kärnten das Landeskrankenhaus Villach.

Alle Informationen zu den teilnehmenden Ambulanzen, Aktionstagen, Uhrzeiten und Anmeldungen unter www.gefaessforum.at

Kostenlose Aneurysma-Informationsbroschüren sind in allen mitwirkenden Ambulanzen erhältlich und können sowohl unter der Telefonnummer 0676 417 3888 als auch per E-Mail an office@gefaessforum.at bestellt werden. Zudem steht die Broschüre auf www.gefaessforum.at zum Download zur Verfügung.

Download der Presse-Information mit Details zu den Ambulanzen, Aktionstagen und Anmelde-Info auch unter www.commedia.co.at.

Zum Bauchaortenaneurysma

Das Risiko, an einem gefährlichen Bauchaortenaneurysma zu erkranken, steigt ab dem 60. Lebensjahr drastisch an. Dabei handelt es sich um eine gefährlich erweiterte Bauchschlagader, die im Falle einer Ruptur (Platzen) in den meisten Fällen sogar tödlich endet. Umso wichtiger ist es, Betroffene - in Österreich ist dies jeder Zwanzigste über 65 - auf die Gefahr aufmerksam zu machen und Vorsorgemaßnahmen wie die Bauchultraschalluntersuchung zu verstärken. Dabei lässt sich leicht und schmerzfrei feststellen, ob das Bauchaortenaneurysma sofort behandelt oder nur beobachtet werden muss. Bei Frauen sind Bauchschlagadern mit einem Durchmesser ab fünf Zentimeter, bei Männern ab fünfeinhalb Zentimeter behandlungsnotwendig. Bereits seit 2011 läuft - auch aufgrund der hohen Nachfrage vonseiten der Betroffenen - die Aortenaneurysma-Präventionskampagne, mit der das Gefäßforum Österreich mithilfe von Beratungs- und Screening-Tagen, Broschüren, Foldern, Informationswebsite und Medienarbeit Präventionsarbeit sowohl für PatientInnen als auch für AllgemeinmedizinerInnen leisten will.

Therapien des Bauchaortenaneurysmas

Bei der Behandlung des Bauchaortenaneurysmas stehen zwei Operationsmöglichkeiten zur Wahl: eine offene Operation und eine endovaskuläre Therapie mittels Stent. In beiden Fällen wird das Bauchaortenaneurysma aus dem Blutfluss genommen, der Blutdruck wirkt nicht mehr auf die kranke Gefäßwand und das Bauchaortenaneurysma kann nicht mehr platzen. Bei der offenen Operation wird eine Kunststoffprothese verwendet, beim Stent handelt es sich um eine Y-Prothese. Hier haben sich in den letzten Jahren die Materialien deutlich verbessert. Der operative Eingriff selbst ist durch neue Operationstechniken ebenfalls einfacher und risikoärmer geworden. Der Eingriff dauert bei unkomplizierten Bauchaortenaneurysmafällen durchschnittlich nur eineinhalb Stunden.

Ist das Bauchaortenaneurysma noch klein und eine invasive Therapie (offene Operation oder Stentgraft) nicht notwendig, sollte der Patient/die Patientin Risikofaktoren wie etwa Rauchen und Übergewicht reduzieren und eine jährliche Ultraschalluntersuchung durchführen lassen. Auch neue medikamentöse Therapien können das Bauchaortenaneurysma am Wachsen hindern.

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