Neues Volksblatt: "Perspektive" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 20. August 2014

Linz (OTS) - So geht das.
Die gute Nachricht, wie toll der bei der Stellung zu absolvierende Fitness-Check denn nicht sei, überbrachte am Montag Verteidiungsminister Gerald Klug (SPÖ) höchstpersönlich.
Einen Tag später muss Generalleutnant Karl Schmidseder an die Front um mitzuteilen, dass man die Luftraumüberwachung insofern flexibilisiere, als man die Bereitschaftsstunden der Eurofighter reduziere. Hätte gerade noch das Recycling des früheren ORF-Werbeslogans "Alles bleibt besser" gefehlt, um zu veranschaulichen, was für eine tolle Sache so ein Sparkurs ist. Tatsächlich spielt sich rund um das Bundesheer ein mittleres Drama ab. Eineinhalb Jahre nach dem klaren Bekenntnis der Österreicher zur Beibehaltung der Allgemeinen Wehrpflicht bekommen jene, die diese Wehrpflicht auch leisten müssen, noch immer nicht den Eindruck, dass beim Heer nicht bloß alles besser bleibt, sondern dass irgendetwas auch besser wird. Das Dilemma dem jetzigen Verteidigungsminister anzulasten, wäre zu einfach - er bringt bloß den Karren, den sein Vorgänger Norbert Darabos in den Graben gefahren hat, nicht heraus, weil offenbar sogar das Geld für den Abschleppdienst fehlt. Ärger als die Sorge um die Schlagkraft des Heeres ist jene, welche Symbolkraft dieses Dahinwursteln hat. Klug sollte daher "situationselastisch" genug sein, eine Perspektive für das österreichische Bundesheer zu erkämpfen.

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