Rotes Kreuz: Armutsbekämpfung und Bildung für ein gesünderes Österreich

Gesundheitsgespräche beim Forum Alpbach am 18. - 19. August

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Zahlreiche Studien belegen, den Einfluss sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit. Der Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Gesundheitszustand ist wissenschaftlich belegt:
Personen mit niedrigem Bildungsniveau, geringem Einkommen und niedrigem sozialen Status weisen höhere gesundheitliche Risiken auf, erkranken häufiger und sterben früher.

Auf diesen Umstand weist Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, bei den Gesundheitsgesprächen in Alpbach hin. "Es ist wichtig, jetzt die Weichen für ein gesundes Österreich von morgen zu schaffen", sagt Kerschbaum. "Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern beinhaltet unter anderem auch den chancengleichen Zugang zu Bildung, Einkommen, Wohnraum und sozialem Netz".

Im Fokus der Alpbacher Gesundheitsgespräche steht die Bevölkerungsgesundheit 2025 mit dem Ziel "mehr gesunde Lebensjahre." Es wurden Zukunftsbilder zu den Themen Stärkung der Gesundheitskompetenz, leistbarer gesunder Lebensstil, ausreichende Finanzierung sowie wirksame Anreizsysteme erarbeitet.

Unter Bundesminister Alois Stöger wurden mit der Erarbeitung von Rahmen-Gesundheitszielen wichtige Schritte gesetzt. Das Rote Kreuz wird gerne auch in Zukunft seine Expertise in Sachen Gesundheit einbringen und die neue Gesundheitsministerin unterstützen.

"Um 'mehr gesunde Lebensjahre'zu erreichen, ist es darüber hinaus wichtig, dass vermehrt in Bildung investiert wird, um sozialen Ungleichheiten entgegenzuwirken", sagt Kerschbaum. "Damit würde auch die Gesundheit der Österreichischen Bevölkerung über 2025 hinaus gestärkt."

Viele Menschen befinden sich in sozialen Notlagen, für die herkömmliche Unterstützungen nicht die richtige Antwort sind. Hier leistet das Pilotprojekt "Sozialbegleitung" des Österreichischen Roten Kreuzes Abhilfe. "Das Ziel dieser Dienstleistung ist eine mittelfristige Unterstützung von Menschen in schwierigen sozialen Lagen", erklärt Kerschbaum. "Die Selbsthilfefähigkeit von Klientinnen und Klienten soll dadurch gestärkt werden". Die Unterstützung reicht dabei über die Bereiche Finanzen und Wohnen, Arbeit, Familie und soziales Umfeld bis hin zur Pflege und Betreuung. "Das Dienstleistungsangebot ersetzt jedoch weder Sozialarbeit noch therapeutische oder pflegerische Behandlung", betont Kerschbaum, "sondern ist eine sinnvolle Ergänzung dazu."

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