FPÖ-Hofer fordert zum wiederholten Male Grenzen für rasant voranschreitende Versiegelung des Bodens

Unterstützung der Österreichischen Hagelversicherung für ihre Bewusstseinsbildung

Wien (OTS) - Wie die parlamentarische Anfragebeantwortung (1437/AB) an den freiheitlichen Umweltsprecher und Dritten Nationalratspräsidenten Ing. Norbert Hofer vor kurzem gezeigt hat, werden in Österreich enorme Grünlandflächen für Verkehr, Infrastruktur, Gebäude und Freizeitzwecke verbraucht. Jeden Tag werden durchschnittlich rund 22 Hektar Land neu verbaut, was der Größe von rund 30 Fußballfeldern entspricht. Durch das luft- und wasserdichte Verschließen des Bodens mit Beton oder Asphalt verschwindet das Regenwasser rascher in der Kanalisation anstatt im Boden gespeichert zu werden und die Grundwasservorräte aufzufüllen. Bei starken Regenfällen lässt dies außerdem die Hochwassergefahr ansteigen. "Dieser überaus negativen Entwicklung muss endlich Einhalt geboten werden", bekräftigt Hofer heute.

Auch die Österreichische Hagelversicherung greife zu Recht diese Thematik auf, so Hofer weiter. Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung begründet dies in einer Aussendung mit folgende Argumenten:
Diese Entwicklung habe dramatische Auswirkungen auf unsere Lebensmittelautarkie, denn wir würden bereits jetzt die doppelte Agrarfläche Österreichs im Ausland, speziell in Südamerika, beanspruchen. Diese steigende Versiegelung von Agrarflächen habe aber auch ökologische und klimatische Auswirkungen. Einerseits sei der Boden als Wasser- und CO2-Speicher entscheidend für eine funktionierende Umwelt, andererseits habe der Bodenverbrauch unmittelbaren Einfluss auf den Klimawandel. Wenn derart große Flächen des CO2-Speichers 'Boden' versiegelt würden, beschleunige dies den Klimawandel. Zudem verliere versiegelter Boden die Fähigkeit Wasser zu speichern und zurückzuhalten, was bei extremen Niederschlägen und Unwettern zunehmend zu Überschwemmungs- und Hochwasserschäden führe. Die Österreichische Hagelversicherung hat zu diesem Thema eine Umfrage in Auftrag gegeben. Laut dem Ergebnis dieser Umfrage würden 4 von 5 Österreichern die Verschandelung des Landschaftsbildes kritisieren und in der Folge verlangen, den Bodenverbrauch in der bisherigen Form zu stoppen. Notfalls auch mit gesetzlichen Maßnahmen, welche im Vergleich zum Vorjahr immer mehr Österreicher fordern.

"Dieser Argumentation folge auch ich und unterstütze daher die Bewusstseinsbildung der Österreichischen Hagelversicherung. Ich werde zu diesem Thema weitere Initiativen im Nationalrat setzen und hoffe auf breite Unterstützung aus den anderen Parteien", so Hofer abschließend.

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