Ludwig/Papai: 242 kostengünstige Wohnungen mit erhöhten Sicherheitsstandards

Übergabe eines innovativen Wohnprojekts, bei dem Sicherheit und ein gutes Miteinander im Mittelpunkt stehen, in der Gerasdrofer Straße in Floridsdorf

Wien (OTS) - Insgesamt 680 Wohnungen umfassen die Siegerprojekte, die aus einem vom wohnfonds_wien ausgelobten Bauträgerwettbewerb zum Themenschwerpunkt "Wohnsicherheit" hervorgegangen sind. In enger Zusammenarbeit mit dem kriminalpolizeilichen Beratungsdienst wurden bereits im Vorfeld des Bauträgerwettbewerbs spezielle Sicherheits-Konzepte ausgearbeitet.
Die Bauträger Eisenhof, BWSG und WBV-GÖD und drei Architektenteams (Patricia Zacek-Stadler, gerner gerner plus Architekten sowie pool Architektur) errichteten auf Gebiet vier den "Wohnpark Gerasdorfer Straße" mit insgesamt 242 Wohnungen.
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai übergaben heute, Dienstag, gemeinsam mit VertreterInnen der Bauträger und ArchitekInnen-Teams den BewohnerInnen dieses innovative Wohnprojekt. ****

"Wien ist nach wie vor eine der sichersten Metropolen weltweit. Dennoch haben viele Menschen ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis. Dem trägt die Stadt im geförderten Wohnbau unter anderem mit diesem Projekt Rechnung. Bei diesen architektonisch anspruchsvollen und sozial nachhaltige Wohnbauten im Grünen steht das Wohlbefinden, Miteinander und die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt. Für dieses Gemeinschaftsprojekt dreier Bauträger betragen bei Baukosten 36,3 Mio. Euro die Förderungen der Stadt 10,6 Mio. Euro", hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.

"Das Thema Sicherheit bewegt die Menschen wie kaum ein anderes. Denn ,Sicheres Wohnen' schafft zusätzliche Lebensqualität. Die gezielten sicherheitstechnischen Maßnahmen, die in enger Zusammenarbeit mit dem kriminalpolizeilichen Beratungsdienst ausgearbeitet wurden, in Verbindung mit speziellen Beratungsangeboten bedeuten mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Es freut es mich besonders, dass dieses Pilotprojekt in den Wohnbauvorhaben in der Gerasdorfer Straße in Floridsdorf umgesetzt wird. Mit diesem wegweisenden Wohnbaumodell wird ein wichtiger Beitrag für neues, innovatives und sicheres Zuhause geleistet", führte Bezirksvorsteher Georg Papai aus.

Sicheres Familienwohnen 2.0 in individuellen Punkthäusern am Stadtrand in einer großzügigen Parkanlage In enger Zusammenarbeit mit dem kriminalpolizeilichen Beratungsdienst wurden im Vorfeld des Bauträgerwettbewerbs Wohnsicherheits-Konzepte ausgearbeitet, die von den Bauträgern nicht nur während der Planung, sondern auch in der weiteren Betreuung zu berücksichtigen sind. Die Trennung von privaten und öffentlich zugänglichen Bereichen, aber auch eine transparente Gebäude- und Freiraumplanung sorgen für räumliche Überschaubarkeit.

"Beim Bauvorhaben Gerasdorfer Straße arbeiten drei gemeinnützige Bauträger und drei Architektenteams zusammen. Die hervorragende Kooperation kann sich im wahrsten
Sinne des Wortes ,herzeigen' lassen", erklärte Eisenhof-Geschäftsführer Gerald Rubik. BWSG-Vorstandsvorsitzender Wilhelm Haberzettl ergänzte: "Bei dieser Wohnhausanlage ist es der BWS-Gruppe gelungen, den künftigen MieterInnen sicheres Wohnen auf hohem Niveau zum fairen Preis zu bieten. Die günstigen Mieten sind nur deswegen möglich, weil Österreich ein Fördersystem entwickelt hat, welches die soziale Situation der Wohnungssuchenden sehr treffsicher berücksichtigt. Insbesondere die Stadt Wien schafft es mit ihrem System ,leistbares Wohnen' auch wirklich umzusetzen" "Neun über Gartenniveau herausgehobene kleingliedrige Wohnhäuser vermitteln Sicherheit, Übersichtlichkeit und laden zur Bildung von funktionierenden Nachbarschaften ein", so der Geschäftsführer der Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, Michael Baumgartner.

Neben insgesamt 242 geförderten Mietwohnungen finden hier auch eine Apotheke, ein Drogeriemarkt sowie Gewerbe- und Geschäftsflächen entlang der Gerasdorfer Straße Platz finden. Die Erdgeschoßzonen der Wohnhäuser sind erhöht angeordnet, so dass durch den Gebäudesprung die privaten von den öffentlichen Flächen getrennt werde. Die Ein-bis Vier-Zimmer-Wohnungen haben Größen von rund 49 bis 104 m2.

Allgemeine sicherheitstechnische Maßnahmen

  • Stiegenhäuser und Erschließungszonen werden größtenteils mit Bewegungsmeldern und -schaltern ausgestattet; Bewegungsmelder mit Annäherungslicht sind auch bei Terrassen, Loggien und Balkonen vorgesehen
  • Haus- und Wohnungseingangstüren in Widerstandsklasse 3
  • Video-Gegensprechanlage
  • Durchladebriefkästen: direkt neben dem Hauseingang montierte Briefkästen, "hausfremde Personen" wie Briefträger oder andere Postzusteller müssen daher das Haus im Normalfall nicht mehr betreten
  • Schnelllauftore in der Tiefgarage, um Schließzeiten möglichst kurz zu halten; optimale Ausleuchtung der Garagenbereiche, Garageneinfahrten teilweise mit Annäherungs-sensoren oder Notrufplätzen (Freisprecheinrichtung zur Hausbetreuung oder Wach-zentrale) ausgestattet
  • Leerverrohrung zu Fenster- und Türöffnungen für individuellen Alarmanlageneinbau
  • Sicherheitsbeschläge bei Terrassentüren und versperrbare Griffe bei Fenstern im Erd- und ersten Obergeschoß sowie bei Dachterrassen
  • Einbruchshemmende Terrassen- und Balkontüren, Fenster mit Pilzzapfenverriege-lungen, Sicherheitsschließblechen und versperrbaren Fenstergriffen im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß
  • Gute Orientierung durch erhöhte Lage der Erdgeschoßzonen nach allen Seiten
  • Ein "Manual Sicher Wohnen" sowie spezielle Beratungsangebote - im Zuge der Besiedlung und auch danach in regelmäßigen Abständen -gewährleisten einen hohen Informationsstand zum Thema "Wohnsicherheit", die insbesonders für Kinder und Jugendliche.

Kosten

Für die geförderten Mietwohnungen der Bauträger BWSG, WBV-GÖD und Eisenhof betragen die Eigenmittel rund Euro 494,00/m2, die monatlichen Kosten betragen ab Euro 6,89/m2. Ein Garagenplatz ist monatlich ab rund Euro 72.- zu haben sein. Schluss (kau)

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Christian Kaufmann
Mediensprecher Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
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