CCP Austria Abwicklungsstelle für Börsengeschäfte erhält Clearinglizenz gemäß EMIR

FMA erteilt EMIR-Zulassung - Strengere Anforderungen an Abwicklungsstelle erhöhen die Finanzmarktstabilität - Heimische Abwicklungskette entspricht höchsten internationalen Standards

Wien (OTS) - Die CCP Austria (CCP.A), österreichische Abwicklungsstelle für Börsengeschäfte, erhielt heute von der heimischen Finanzmarktaufsicht (FMA) die Zulassung als Clearinghaus nach der European Market Infrastructure Regulation (EMIR). Das Ziel dieser Verordnung ist die Erhöhung der Finanzmarktstabilität durch die Vereinheitlichung des rechtlichen Rahmens für Abwicklungsstellen innerhalb der Europäischen Union. Das Risiko für Marktteilnehmer wird dadurch ebenfalls minimiert. Die Zulassung wurde in einem internationalen Aufsichtskollegium gemäß den EMIR-Vorgaben abgesprochen.

Birgit Kuras, Mitglied des Vorstandes der Wiener Börse und des Aufsichtsrats der CCP Austria, unterstreicht: "Die Zulassung zeigt, dass die heimische Abwicklungskette den höchsten internationalen Standards entspricht. Abwicklungssicherheit bei Wertpapiergeschäften ist sowohl für heimische als auch für internationale Marktteilnehmer von höchster Bedeutung."

"Das gesamte Team hat in den letzten Monaten technisch, organisatorisch und funktional alles sehr gut vor-bereitet und konsequent umgesetzt. Die Zulassung gemäß EMIR bestätigt, wie engagiert und leistungsfähig die CCP Austria als wesentlicher Teil der österreichischen Kapitalmarktinfrastruktur ist", zeigt sich Wolfgang Aubrunner, Geschäftsführer der CCP.A, zufrieden.

Zu den Anforderungen, die gemäß Verordnung vor der Zulassung umgesetzt wurden, zählen unter anderem die höheren Eigenkapitalanforderungen an die Abwicklungsstelle, die Umstellung der Kontoführung und der Berechnungsmethode des Solidarfonds und das Verfahren bei Ausfall eines Clearingmitglieds.

"Die Zulassung als Clearinghaus unter EMIR ist der größte Meilenstein in der zehnjährigen Geschichte der CCP Austria", fügt Ludwig Niessen, Geschäftsführer der CCP Austria, hinzu. "Diese Zulassung zeigt auch deutlich, dass wir als CCP auf höchstem Niveau unser Geschäft beherrschen und gut vorbereitet sind, in Zukunft auch weitere Märkte zu betreuen."

Die heimische Abwicklungsstelle ist innerhalb Europas eines der effizientesten Clearinghäuser mit einer modernen Clearinglösung, und wickelt über 10.000 Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Zertifikate und Warrants ab. Die CCP Austria betreut rund 70 nationale und internationale Clearingmitglieder aus neun verschiedenen Ländern und verwaltet einen Sicherheitenpool mit einem Wert von mehr als 220 Mio. Euro.

Über die CCP Austria Abwicklungsstelle für Börsengeschäfte GmbH (CCP.A)

Die CCP.A, eine gemeinsame Tochter der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) und der Wiener Börse AG, wurde 2004 gegründet und agiert als Central Counterparty. Sie ist dem Handel nachgelagert und sorgt als zentraler Kontrahent für das sichere und verlässliche Clearing sowie Risikomanagement von Börsentransaktionen. Diese zwischen Käufer und Verkäufer tretende zentrale Clearing-Infrastruktur reduziert die Wertpapierabwicklungs-und Risikokosten und erleichtert neuen Investoren und Marktteilnehmern den Marktzugang.

Über die European Market Infrastructure Regulation (EMIR)

Die Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien (CCPs) und Transaktionsregister (TRS) (EMIR) ist am 16. August 2012 in Kraft getreten. Die Delegiertenverordnungen (EU) Nr. 148/2013 bis 153/2013 vom 19. Dezember 2012 zur Ergänzung der EMIR wurden im Amtsblatt vom 23. Februar 2013 veröffentlicht und sind am 15. März 2013 mit einer sechsmonatigen Übergangsfrist in Kraft getreten.

Über die Oesterreichische Kontrollbank AG (OeKB)

Die OeKB ist Österreichs zentraler Finanz- und Informations-Serviceprovider für Exportwirtschaft und Kapitalmarkt. Seit Ihrer Gründung 1946 agiert die OeKB im Interesse der Gesamtwirtschaft und bietet dafür eine breite Palette von spezialisierten Dienstleistungen für Unternehmen aller Branchen, Finanzinstitute und die Republik Österreich. Die OeKB arbeitet dabei zentral, unabhängig und nachhaltig. Eigentümer der OeKB sind heimische Geschäftsbanken.

Über die Wiener Börse

Die Wiener Börse ist eine 100%-Tochter der CEE Stock Exchange Group (CEESEG), die weiters die Börsen Budapest, Laibach und Prag umfasst. Die CEE Stock Exchange Group ist die größte Börsengruppe in der Region. Zusätzlich zu den vier Wertpapierbörsen, betreibt die CEESEG drei Warenbörsen und ist an fünf Clearing-Systemen (CCPs) sowie zwei Zentralverwahrern (CSDs) beteiligt. Um die Liquidität der Märkte zu steigern, vereinfacht die CEESEG den Marktzugang und den Handel an den lokalen Handelsplätzen. Die CEESEG-Börsen kooperieren mit 12 Börsen in Zentral- und Osteuropa und werden für dieses einzigartige CEE-Know-how weltweit geschätzt.

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julia.resch@wienerborse.at

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