WKÖ-Generalsekretärin fordert effiziente Anreize für Ankurbelung des Wirtschaftswachstums

Hochhauser setzt auf Bürokratieabbau, Wohnbau-Offensive und Investitionsanreize

Wien (OTS/PWK537) - In der europäischen und österreichischen Wirtschaftsentwicklung mehren sich die Alarmsignale", fordert WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser eine "stärkere Ausrichtung der europäischen Politik, aber auch der österreichischen Regierung auf effiziente Wachstumsimpulse. Nur mit mehr Wachstum können wir die steigende Arbeitslosigkeit zurückdrängen."

Die deutsche Wirtschaft, der Wirtschaftsmotor Europas, verliere an Schwung. Während bei unserem Nachbarn im 2. Quartal 2014 das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückging, betrug das Wirtschaftswachstum in Österreich im 2. Quartal nur schwache 0,2 Prozent. Zugleich sank die Euro-Inflation mit 0,4 Prozent im Juli 2014 auf den niedrigsten Stand seit 2009. Mit 1,7 Prozent war in Österreich die Teuerungsrate die höchste in Europa.

Hochhauser: "Wachstumsimpulse sind nun ein Gebot der Stunde. Und die Unternehmen dürfen weder mit bürokratischen Auflagen noch mit höheren Eigentumssteuern belastet werden. Wer hier versucht, populistisch an der Steuerschraube zu drehen, vernichtet Arbeitsplätze und Wachstumschancen." Zwar seien von Regierung und Finanzminister schon einige positive Maßnahmen wie etwa der Handwerker-Bonus, eine erste Lohnnebenkostensenkung oder eine Fortsetzung der Internationalisierungsoffensive gesetzt worden, doch seien angesichts der Wachstumsrückgänge weitere Impulse notwendig.

Als Beispiele für Wachstumsanreize nennt Hochhauser eine vollständige Umsetzung der Wohnbau-Offensive. Sie appelliert an die Bundesländer, die vorhandenen Mittel in Höhe von 180 Millionen Euro bis 2018 auch tatsächlich auszuschöpfen. Ebenso wichtig ist für die WKÖ-Generalsekretärin eine Neudotierung des "Sanierungs-Schecks", der sehr stark nachgefragt wird. Hochhauser: "Wie sinnvoll dieses Anreizinstrument ist, zeigt die Tatsache, dass 100 Millionen Förderung pro Jahr 700 Millionen Euro an Investitionen auslösen und 7000 Arbeitsplätze sichern."

Weiters hält Hochhauser ein rasches "Bürokratieabbau-Paket" zur Entlastung der Betriebe für eine wichtige Maßnahme. Und um Investitionen anzukurbeln, wäre eine Anhebung der seit 1982 unveränderten Grenze für die vorzeitige Abschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter sinnvoll. Budgetneutral, aber ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Inlandsnachfrage wäre auch eine steuerbegünstige Mitarbeiter-Gewinnbeteiligung. Eine Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung sollte nur mit 25 Prozent besteuert werden. So blieben jedem Mitarbeiter von 1000 Euro Gewinnbeteiligung 750 Euro in der Tasche.

Hochhauser: "Natürlich tragen die Krisenherde in aller Welt -Stichwort: Naher Osten, Stichwort: Ostukraine - zu einer Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen bei. Es gibt aber auf wirtschaftlicher und nationaler Ebene durchaus budgetschonende Möglichkeiten, Wachstum zu generieren."(RH)

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