Kriminalprävention: Enkel- und Neffentrick - Betrüger sind wieder verstärkt in Österreich tätig

Der Gesamtschaden im ersten Halbjahr beträgt österreichweit bereits eine Million Euro

Wien (OTS) - "Weißt Du wer spricht?" So oder ähnlich versuchen organisierte Betrüger seit Jahren an das Geld älterer Menschen zu gelangen. Sie geben sich am Telefon als Enkel oder Neffe aus, der aus dringenden Gründen - zum Beispiel für einen Auto- oder Wohnungskauf -Geld braucht. Erst Anfang August wurde so eine Pensionistin im Großraum Wien um über 20.000 Euro betrogen.

Bei diesem Fall handelt es sich um den 28. vollendeten Enkeltrick in Österreich. Der verursachte Gesamtschaden beträgt somit eine Million Euro.

Ein Vergleich der letzten Jahre zeigt, dass durch konsequente Präventions- und Ermittlungsarbeit die Straftaten in Österreich von 160 Straftaten im Jahr 2011 und 109 im Jahr 2012 auf 32 im Vorjahr gesenkt werden konnten. Auch internationale Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen zeigten Wirkung. So konnte die die italienische Polizei erst kürzlich einen internationalen Schlag gegen eine Tätergruppierung setzen und unter der Koordination von EUROPOL zahlreiche Täter festnehmen.

Trotz diesem Rückgang setzt die Kriminalprävention einen Schwerpunkt und gibt folgende Tipps für ein richtiges Verhalten:
Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert wird, sofort ab.
Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen oder Angebote eingehen werden.
Personen die es sich zutrauen, werden ersucht, zum Schein auf die Forderungen der Anrufer einzugehen und die Polizei zu verständigen, um dieser den Zugriff auf diese Täter zu ermöglichen.
Kontaktieren Sie den "vermeintlichen" Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden. Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer "Vertretung" zufrieden.
Lassen Sie in Ihr Haus oder Ihre Wohnung niemanden, den Sie nicht kennen.
Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden sie die Türsicherungskette bzw. -bügel.
Versuchen Sie sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen.
Notieren Sie sich - sofern möglich - Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.
Erstatten Sie umgehend Anzeige über den Notruf 133.

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Mario Hejl, BSc MA
Pressesprecher
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