Grüne-Lesjak/Kuchling/Schautzer: "Bedauern Einstellung der Werbewatchgroup"

Werbewatchgroup als wichtiges Instrument zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für frauenfeindliche Werbung notwendig.

Klagenfurt (OTS) - Geschlossen bedauern Klubobfrau Barbara Lesjak, ihre Stellvertreterin Zalka Kuchling sowie die Grünen-Frauensprecherin, Landtagsabgeordnete Sabina Schautzer die Einstellung der Werbewatchgroup, die es sich zur Aufgabe gemacht hat auf frauenfeindliche Werbung aufmerksam zu machen.

"Frauenfeindlichkeit ist trotz der vermeintlich fortgeschrittenen Emanzipation, die wir Frauen uns übrigens hart erkämpfen haben müssen, aktueller denn je. Auch wenn man der Meinung sein mag, dass es Frauen heutzutage an nichts fehle, zeigt allein die Heftigkeit der Debatte und die Emotionen, die hier hochkommen, dass dem nicht so ist. Frauen dürfen nicht mehr weiter als Sexualobjekt für werbetreibende Maßnahmen eingesetzt werden. Das ist respektlos und entwürdigend," sind die drei Grünen Landtagsabgeordneten überzeugt.

Die Frauensprecherin der Grünen im Kärntner Landtag, LAbg. Sabina Schautzer: "Anlässlich der Debatte stellt sich die Frage, was wir Frauen der vermeintlich so modernen Gesellschaft wert sind? Frauen müssen angefangen beim Gehalt, hin zu beruflichen Aufstiegschancen, Arbeitslosigkeit, Kinderbetreuung und anderem im Vergleich zu Männern bei so manchem zurück stecken. Laut Berechnungen der Arbeiterkammer verdienten die Frauen im Jahr 2013 in Kärnten um 22,5 % weniger als Männer. Es ist an der Zeit, dass Frauen mehr Wertschätzung entgegengebracht wird und dass sie nicht nur als Objekt für Werbetreibende oder Sonstiges benutzt werden."

Lesjak und Kuchling meinen weiter: "Die Werbewatchgroup hat mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung hinsichtlich Frauenfeindlichkeit geleistet. Schade, dass Bewusstseinsbildung hinsichtlich Frauenrechte wieder einmal einfach so verdrängt wurde. Die Aufrechterhaltung dieser Stelle wäre eine Möglichkeit gewesen, Raum dafür zu schaffen, dass Frauen endlich mehr Wertschätzung und Respekt entgegengebracht wird. Deshalb stehen wir geschlossen hinter dem Vorhaben von Stadträtin Andrea Wulz und werden sie bei ihrer Arbeit weiterhin unterstützen."

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