Schultes: Russlands Importsperre bedeutet schwierige Situation für Landwirtschaft

Überangebot am Binnenmarkt schränkt Verkaufsmöglichkeiten unserer Bauern ein

Wien (OTS) - "Die Staats- und Regierungschefs der EU haben mit Zustimmung von Bundeskanzler Werner Faymann Sanktionen gegen Russland beschlossen. Gestern wurde bekannt, dass Russland im Gegenzug Einfuhren von Agrar- und Lebensmittelerzeugnissen aus den USA und der EU sperren will. Nach derzeitigem Wissensstand sollen aus der EU Obst und Gemüse davon betroffen sein. Aber auch wenn die konkrete Liste dieser Waren erst am Nachmittag in Moskau veröffentlicht werden wird, ist jetzt schon klar, dass dies die europäischen und somit auch die österreichischen Bauern unter Druck bringen wird, denn ein Überangebot am Binnenmarkt verschlechtert die Verkaufsmöglichkeiten der Bauern", erklärte heute Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, in einer Reaktion auf die russischen Ankündigungen, ihre Grenzen für Agrareinfuhren dicht zu machen.

"Vor allem für die österreichischen Obstbauern werden die absehbaren Sperren negative Folgen haben. Zusätzliche Mengen an Obst, vor allem an Äpfeln, werden auf den EU-Markt drücken und für unsere Betriebe die ohnehin schwierige Marktsituation noch schwieriger machen. Wir erwarten daher von Bundeskanzler Faymann, der ja den Sanktionen zugestimmt hat, dass er auch die Folgen für die heimische Land- und Ernährungswirtschaft bedenkt und entsprechende Hilfe anbietet", betonte Schultes.
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