"Universum History" über die Auswirkungen der Ankunft der Europäer auf die Zivilisation in Amerika

Teil 2: "Der geheime Kontinent: Wie Europa profitiert" am 8. August im ORF

Wien (OTS) - Im Jahr 1492 erreichen Christoph Kolumbus und seine Männer den amerikanischen Kontinent. Die Neue Welt, mit der die Seefahrer in Berührung kommen, hat mit ihrer Heimat Europa, der Alten Welt, nichts gemeinsam. Die zweite und letzte Folge der zweiteiligen "Universum History"-Serie "Der geheime Kontinent - Amerika vor Kolumbus" von Cristina Trebbi erzählt am Freitag, dem 8. August 2014, um 22.40 Uhr in ORF 2 eine bekannte Geschichte aus einem völlig neuen Blickwinkel. Die Produktion, die mit der Expertise zahlreicher renommierter Wissenschafter aufwarten kann, zeigt, wie sich das Leben der Menschen in Nord- und Südamerika durch die Ankunft der Seefahrer aus Europa grundlegend verändert hatte - und wie Europa in letzter Konsequenz davon profitierte.

Dazu hat etwa eine Knolle aus den Anden beigetragen: die Kartoffel. Sie sichert den Massen in Europa das Überleben, auch Tomaten und Paprika bereichern den Speiseplan. Die Siedler, die sich in der sogenannten Neuen Welt niederlassen, bringen aus Europa wiederum Getreide, Äpfel und Kirschen mit. Und dank der europäischen Honigbiene, die eine fleißige Bestäuberin ist, gedeihen die importierten Pflanzen auch prächtig. Zudem kultivieren die Ureinwohner Amerikas noch eine weitere Pflanze: die Maispflanze. Auch sie setzt sich später in Europa durch. Die Nahrungsmittel aus der Neuen Welt sind mit ein Grund für die Bevölkerungsexplosion im Europa der Neuzeit.

Das Pferd wiederum ist in Amerika seit der Eiszeit ausgestorben. Doch mit der Ankunft der Konquistadoren hält es wieder Einzug. Und bald schon bevölkern Millionen Mustangs die nordamerikanischen Prärien. Das Pferd wird später sogar zu einem Symbol für die Ureinwohner, die bis dahin zu Fuß gejagt hatten. Das Mittelalter ist das "hölzerne Zeitalter", der Bedarf nach Holz ist nicht nur bei den Siedlern in Amerika groß. Das begehrte Gut wird sogar nach Europa verschifft. Die Wälder Amerikas werden immer weiter zurückgedrängt und schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich der wilde Kontinent fast zu einem Ebenbild Europas verwandelt. Dort wurde der Waldbestand bereits viel früher drastisch reduziert. Durch das massive Abholzen in Amerika wird den Ureinwohnern ihr angestammter Lebensraum genommen. Noch schlimmere Folgen haben eingeschleppte Krankheiten. Sogenannte "lautlose Eroberer", Krankheitserreger wie Pocken und Pest, kosten Millionen amerikanische Ureinwohner das Leben.

Mit Hilfe beeindruckender Naturaufnahmen und hochwertiger Reenactments zeigt der letzte Teil der "Universum History"-Serie "Der geheime Kontinent - Amerika vor Kolumbus", wie sich die Zivilisation in Amerika durch die Ankunft der Europäer nachhaltig veränderte. Die Dokumentation besticht durch ihre ungewohnte Perspektive: Nicht die klassische Ereignisgeschichte, sondern vielmehr der Überlebenskampf der einfachen Menschen mit ihren täglichen Bedürfnissen steht im Zentrum.

Der "Universum History"-Zweiteiler "Der geheime Kontinent - Amerika vor Kolumbus" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der ORF-TVthek (http://tvthek.ORF.at) abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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