ÖH: Probleme im Klinisch-Praktischen Jahr nicht ignorieren

Weltfremde Reaktionen aus Wissenschafts- und Gesundheitsministerium

Wien (OTS) - Die erste Reaktion des Wissenschaftsministers, das Klinisch-Praktische Jahr sei als Teil der Ausbildung nicht zu bezahlen, wertet Bernhard Lahner vom Vorsitzteam der Bundes-ÖH als zynischen Etikettenschwindel: "Beim KPJ handelt es sich um ein Jahr unbezahlte Arbeit. Egal, ob als Teil des Studiums oder als Start in die Arbeitswelt - die geleistete Arbeit gehört rechtlich geschützt und ausreichend bezahlt. Ohne entsprechende Entschädigung ist dies nicht zumutbar."

Auch die Einwände des Gesundheitsministeriums gehen an der Realität vorbei. Wer mit einem praktisch abgeschlossenen Medizinstudium ärztliche Tätigkeiten übernimmt, ist auch als Ärztin oder Arzt zu behandeln. "Der §49 Ärztegesetz kann und muss erweitert werden. Arbeitsrechtliche Mindeststandards des 21. Jahrhunderts überhaupt noch fordern zu müssen, ist eine absolute Zumutung", so Sarah Schober vom Vorsitzteam der ÖH MedUni Wien.

Erneut zeigt sich für die Hochschüler_innenschaften auch das fehlende Verantwortungsbewusstsein der Ministerien. "Die Bundesregierung muss aus ihrem Sommerschlaf erwachen und endlich handeln. Die Zuständigkeitsfrage ließe sich in einem kurzen Telefongespräch zwischen Wissenschafts- und Gesundheitsminister klären. Solange sich niemand zuständig fühlt, sind für den Missstand beide verantwortlich", sind sich die Vertreter_innen der ÖH MediUni Wien, Graz, Innsbruck und die Bundes ÖH einig.

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