"Kostbar und lebenswichtig - Die Zukunft des Trinkwassers in Niederösterreich"

"Österreich-Bild am Sonntag", 10. August 2014, 18.20 Uhr, ORF2

St. Pölten (OTS) - 45.000 Liter Trinkwasser verbraucht jeder Einwohner Niederösterreichs pro Jahr, sagt die Statistik: Das entspricht pro Kopf rund 350 bis an den Rand gefüllten Badewannen. Dazu kommt noch der viele Millionen Kubikmeter große Wasser-Bedarf in Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft.

Dem entsprechend wichtig ist eine mengen- und qualitätsmäßig flächendeckende Versorgung. Weil sich in Niederösterreich aber 80% des Trinkwassers auf nur 20% der Landesfläche befinden, sind dafür oft große und auch Regionen übergreifende Investitionen notwendig -schon für heute und erst recht für die kommenden Jahre.

Das zeigt auch ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Christian Puluj, Andi Leitner) anhand einiger Beispiele und in Gesprächen mit Experten der Nö. Landesregierung, des Versorgers EVN Wasser und der Technischen Universität Wien:

*Im Waldviertel, wo aufgrund der geologischen Situation die Böden kaum Speicher für Wasser bieten, setzen die Gemeinden auf weitere Brunnengrabungen, eine stärkere Zusammenarbeit bei den Leitungsnetzen und auf die Errichtung von Hochbehältern, wie etwa in Ottenschlag.

*Um die Wassergüte zu verbessern, werden in mehreren Gemeinden wie in Obersiebenbrunn oder Drösing eigene Naturfilteranlagen errichtet. Sie sollen das oft sehr harte Wasser mit etwa 20 deutschen Härtegraden ohne chemische Zusätze deutlich weicher machen.

*Im Tullnerfeld hat die Stadt Tulln zu bestehenden Grundwasserseen auch mehrere Brunnenfelder erschlossen, um den ständig wachsenden Bedarf abdecken zu können. Darüber hinaus wurde der Wassersicherheitsplan in das gemeindeeigene Computersystem integriert. Damit ist nun jederzeit der Zugang zu allen relevanten Daten gesichert - von den Pumpanlagen über 570 Knotenpunkte und 445 Hydranten im Stadtgebiet.

*In Kirchschlag in der Buckligen Welt schließlich sorgt ein eigener "Wassermeister" dafür, dass das "flüssige Gold" rund um die Uhr beim Konsumenten landet. Die Kosten für die laufende Erhaltung und die Zukunftssicherung der Trinkwasserversorgung liegen alleine in der 3.000-Einwohner-Gemeinde übrigens bei jährlich 500.000 Euro.

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Mag. Michael Koch
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