ORF III am Mittwoch: kult.Filmsommer mit "Johnny Guitar" und Trailer zu verschollenem Streifen "Written on the Wind"

Außerdem: "Salzburger Festspielgespräche" mit Johanna Wokalek, "kreuz und quer" übers Zocken für den guten Zweck und Kultkrimi "Ich, Dr. Fu Man Chu"

Wien (OTS) - Einen langen Filmabend für Cineasten präsentiert ORF III morgen, am Mittwoch, dem 6. August 2014, mit Technicolor aus den 50er und Krimispannung aus den 60er Jahren. Davor spricht um 19.45 Uhr Barbara Rett im Rahmen der "Salzburger Festspielgespräche" mit Publikumsliebling Johanna Wokalek über die Vorbereitungen für deren Titelrolle in der Oper "Charlotte Solomon". "kreuz und quer" porträtiert um 20.15 Uhr in "Die Glücksritter Gottes - Zocken für den guten Zweck" eine Gruppe passionierter christlicher Kartenspieler, die für gute Zwecke in Casinos unterwegs sind. Intensität, große Gefühle und kräftige Farben präsentiert im Anschluss Alexander Horwath, Direktor des Österreichischen Filmmuseums, im Rahmen des ORF-III-kult.Filmsommers um 21.10 Uhr mit Nicholas Rays "Johnny Guitar" aus dem Jahr 1954 und um 22.55 Uhr mit dem Trailer von "Written on the Wind" von Douglas Sirk aus dem Jahr 1957. Skrupellose Verbrecher, geniale Wissenschafter und vor allem viel Spannung und Gefühl lassen danach um 23.00 Uhr in Don Sharps Kriminalfilm "Ich, Dr. Fu Man Chu" aus dem Jahr 1965 den Abend ausklingen.

Die Sendungen im Detail:

"Salzburger Festspielgespräche": Johanna Wokalek im Gespräch mit Barbara Rett (19.45 Uhr)

Die mehrfach preisgekrönte deutsche Theater- und Filmschauspielerin Johanna Wokalek gehört längst zu den Publikumslieblingen des Wiener Burgtheaters. Ihren Durchbruch feierte sie in Salzburg - in Neil La Butes "Das Maß der Dinge", das schnell als eine der aufregendsten Theaterproduktionen der Salzburger Festspiele 2002 galt. Heuer verkörpert sie die Titelrolle in "Charlotte Solomon", einer Oper von Marc-André Dalbavie, die in der Regie von Luc Bondy in der Felsenreitschule uraufgeführt wurde. Johanna Wokalek hat sich intensiv mit der berührenden und tragischen Geschichte der deutschen Malerin auseinandergesetzt, die mit nur 25 Jahren und im fünften Monat schwanger in Auschwitz ermordet wurde. Warum sie bildende Künstler gelegentlich beneidet und weshalb sie ihren erst kürzlich verstorbenen Schauspielkollegen Gert Voss ewig bewundern wird, verrät Wokalek im Gespräch mit Barbara Rett.

"kreuz und quer: Die Glücksritter Gottes - Zocken für den guten Zweck" (20.15 Uhr)

Eine unglaubliche, aber wahre Geschichte erzählt "kreuz und quer":
Mitglieder einer amerikanischen Pfingstkirche betätigen sich als Zocker und räumen beim Black-Jack-Spielen die Casino-Kassen leer. Für den Dokumentarfilm "Die Glücksritter Gottes - Zocken für den guten Zweck" hat Bryan Storkel das Black-Jack-Team aus Seattle sowohl bei der "Arbeit" als auch im privaten Leben begleitet.

kult.Filmsommer: "Johnny Guitar - Der Revolverheld" (21.10 Uhr) und "Written on the Wind" (22.55 Uhr)

Alexander Horwath, Direktor des Österreichischen Filmmuseums, präsentiert im Rahmen des von ihm kuratierten ORF-III-kult.Filmsommers eine Reise durch die Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts -diese Woche einen Streifen im Stil des Fünfziger-Jahre-Technicolors: "Johnny Guitar - Der Revolverheld" und - ergänzend dazu - den Trailer des verschollenen Spielfilms "Written on the Wind". Horwaths Filmauswahl spiegelt die Auseinandersetzung mit der Wahrheit der Künstlichkeit im Film, die den Diskurs in den 50er Jahren prägte, wider - was ist im Kino als realistisch und echt anzusehen? In Nicholas Rays "Johnny Guitar" aus dem Jahr 1954 kommt der einstige Revolverheld (Sterling Hayden) in den Saloon seiner ehemaligen Geliebten Vienna (Joan Crawford). Diese hat inzwischen mit ihrem Casino viel Geld, sich damit aber auch zahlreiche Feinde gemacht. Neben McIvers (Ward Bond), dem mächtigsten Mann der Gegend, will vor allem die Rancherin Emma Small (Mercedes McCambridge) die erfolgreiche Konkurrentin aus dem Tal vertreiben. Aus blanker Eifersucht um ihren Glücksritter Ted (Scott Brady), der an Vienna zu viel Interesse zeigt, plant sie eine gefährliche Intrige. Gedreht wurde "Johnny Guitar" im "tru-color" Verfahren, das ob der besonders ausgeprägten Künstlichkeit der Farbgebung übertrieben erscheint. Interessant an "Johnny Guitar" sind auch die ausgesprochen starken Frauenrollen.
Bewusst übertriebene Inszenierung, das Spiel mit der Technicolor-Künstlichkeit und die Waffe in der Hand einer schönen Frau prägen auch "Written on the Wind" von Douglas Sirk aus dem Jahr 1957, dessen Trailer schon die Üppigkeit und Farbenpracht des Films spürbar macht. Obwohl die Filmrollen verschollen sind, wird der seifenopernartige, bunte Film gemeinhin als Meisterwerk angesehen.

kult.film: "Ich, Dr. Fu Man Chu" (23.00 Uhr)

Noch einmal kultig wird es im Anschluss mit Don Sharps Kriminalfilm "Ich, Dr. Fu Man Chu" aus dem Jahr 1965. Der geniale Verbrecher Dr. Fu Man Chu (Christopher Lee) setzt alles daran, um in den Besitz eines chemischen Massenvernichtungsmittels zu gelangen. Er lässt Professor Merten (Walter Rilla), den Entwickler des Giftes, und dessen Tochter Maria (Karin Dor) entführen. Doch Scotland Yard ist Fu Man Chu bereits auf den Fersen. Gemeinsam mit Mertens Assistenten Carl Jansen (Joachim Fuchsberger) nimmt Sir Nayland Smith (Nigel Green) den Kampf gegen den machtbesessenen Verbrecher auf.

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