FPÖ-Karlsböck stellt sich voll hinter Medizinstudierende

"Klinisch-Praktisches Jahr" erweist sich als inakzeptabler Schnellschuss

Wien (OTS) - Der freiheitliche Wissenschaftssprecher und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, zeigt Verständnis für die heutige ÖH-Kritik am "finanziellen Notstand durch das Klinisch-Praktische Jahr" und stellt sich voll hinter die Medizinstudierenden - die wahren Leidtragenden dieses unverantwortlichen universitätspolitischen Schnellschusses.

"Der durchaus nachvollziehbare Aufschrei der Medizinstudierenden bestätigt auf dramatische Weise meine bereits im Mai geäußerten Bedenken gegenüber der vorschnellen Einführung des Klinisch-Praktischen Jahres", betont Karlsböck. Er erneuert seine Kritik an der zuständigen Vizerektorin Karin Gutiérrez-Lobos, die nach dem legendären Chaos um die "gegenderten" Aufnahmetests, die die Gerichte noch immer beschäftigten, nun auch diesen "Notstand" zu verantworten habe. Ihre Inkompetenz sei damit kaum zu überbieten und zeige, wie wichtig es sei, die Universitätsleitung mit Topmanagern zu besetzen, die auch über fachliche Exzellenz verfügten, so der FP-Wissenschaftssprecher.

Man habe mit der Einführung des "Klinisch-Praktischen Jahres" nicht nur eine Reform des Medizinstudiums durchgezogen, ohne vorher mit den Krankenanstaltenträgern die erforderlichen Praktikumsplätze sicherzustellen - was erst auf öffentlichen Druck hin und viel zu spät geschehen sei -, sondern auch die Augen vor der finanziellen Notlage der Studierenden verschlossen, so Karlsböck. "Es kann und darf nicht sein, dass künftige Mediziner unmittelbar vor ihrem Abschluss gezwungen werden, ins Ausland zu flüchten, um dort nicht nur ihr vorgeschriebenes Praktikum zu absolvieren, sondern dafür auch noch angemessen entlohnt zu werden, wie das Beispiel Schweiz zeigt", wiederholt Karlsböck seine bereits im Frühjahr getätigte Schelte.

Gerade angesichts des zunehmenden Ärztemangels, auch und gerade infolge fehlender Strukturreformen im Gesundheitswesen, vor denen die Freiheitlichen seit Jahr und Tag gewarnt hätten, sei diese "De-facto-Zwangsvertreibung" von hoch qualifiziertem Humankapital völlig kontraproduktiv. Statt dem heimischen Medizinnachwuchs die bestmögliche Ausbildung angedeihen zu lassen und ihn an Österreich zu binden, führe man Ausbildungsschikanen ein, die nicht nur die Studierenden vergrämen, sondern auch den Wissenschaftsstandort Österreich massiv gefährden, so Karlsböck.

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