SJÖ, JUSO Schweiz & Jusos Deutschland: Dem Krieg keinen Frieden!

Wien (OTS) - Vergangenes Wochenende nahm die Vorsitzende der SJ Österreich, Julia Herr am Sommerlager der JUSO Schweiz zusammen mit der Vorsitzenden der deutschen Jusos, Johanna Uekermann, dem Vorsitzenden der JUSO Schweiz, Fabian Molina und mit dem Generalsekretär der europäischen JungsozialistInnen (YES), Thomas Maes, in Chandolin teil.

Es wurde beschlossen den Einsatz für den Frieden zu forcieren und auf Vorschlag der JUSO Schweiz deshalb ein zweites Zimmerwalder Manifest in den kommenden Monaten zu verabschieden. Johanna Uekermann, Julia Herr, Thomas Maes und Fabian Molina zeigen sich tief besorgt über die zunehmende Militarisierung und Kriegstreiberei sowie die bewaffneten Konflikte in Europa und der ganzen Welt. Die vier roten JugendvertreterInnen zeigten sich entschlossen den internationalen Kampf für Frieden und Demokratie sowie gegen gefährliche Formen von Nationalismus zu forcieren. Umso erschreckender ist es, dass Nationalismus und Militarismus heute wieder auf dem Vormarsch sind. Global gesehen hat die Gewalt in den letzten Jahren massiv zugenommen. 35 andauernde Kriege und Konflikte werden auf unserem Planeten zurzeit geführt. Ebenso zugenommen hat die Aufrüstung. Die weltweiten Rüstungsausgaben liegen 2014 bei mehr als 1,5 Billionen Dollar - während Hunger und Armut auf der Welt immer noch enorm sind und sich durch die Krise weiter zugespitzt haben.

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus und brachte Zerstörung und Tod über die Menschheit. Ein solcher Krieg darf sich niemals wiederholen! Krieg bedeutet unglaubliches Leid, Vertreibung und Flucht sowie zivilisatorischen Rückschritt über Generationen. Die JUSO Schweiz schlägt deshalb eine Erneuerung des vom 5.-8. September 1915 in der Gemeinde Zimmerwald verabschiedeten Manifests gegen den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor. Im September 2015, 100 Jahre später, sollte in einem neuen europäischen Manifest klar gemacht werden: Krieg darf kein legitimes Mittel zur Konfliktlösung mehr sein!

Die sozialdemokratischen Parteien Europas müssen sich mit aller Kraft gegen bewaffnete Auslandseinsätze, Aufrüstung und Kriegstreiberei stellen. Vielmehr soll klar gemacht werden: Für die europäische Linke sind humanitäres Völkerrecht, die Menschenrechte aber auch verstärkte internationale Kooperation und Diplomatie die Mittel zur Friedenssicherung. Die Linke muss aber auch bei den Ursachen ansetzen: Der entschiedene Kampf gegen die zunehmende ökonomische Ungleichheit ist der Schlüssel zur Verhinderung von Krieg.

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