Darabos: FPÖ-Chef Strache gibt den Autokraten-Versteher

"EU-Sanktionen gegen Russland bringen noch keinen Frieden, erhöhen aber Druck für Verhandlungen" - "Strache soll aufhören, Bevölkerung zu verunsichern"

Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sind die EU-Sanktionen gegen Russland ein mutiger und wichtiger Schritt, um Druck für Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt aufzubauen. "Umso unverständlicher ist es, dass FPÖ-Chef Strache einmal mehr den Autokraten-Versteher gibt und Russland in Schutz nimmt. Will Herr Strache wirklich, dass Russland weiter mit Waffen aus Europa beliefert wird, die dann womöglich über Umwege bei den Separatisten landen könnten und damit den Konflikt weiter anheizen? Es stimmt, die EU-Sanktionen gegen Russland bringen noch keinen Frieden, sie erhöhen aber den Druck für Verhandlungen zur Beilegung des Konfliktes", betonte Darabos am Dienstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer verwies in diesem Zusammenhang auf die klare Haltung von Bundeskanzler Werner Faymann, "der bereits mehrmals betont hat, dass Friedensinitiativen von noch größerer Bedeutung sind. Jede Möglichkeit, die sich dafür bietet, kann und muss unbedingt genutzt werden". Im Übrigen schätze das Wirtschaftsministerium, dass Österreich mit den Folgen der Sanktionen "ganz gut zurechtkommen" werde. Auch die Schweiz hat auf die Ausweitung der Sanktionen reagiert, damit diese nicht umgangen werden können.

Zu Recht verurteile man als Europäische Union das weitere Anheizen des Konfliktes durch Waffenlieferungen Russlands und die Unterstützung paramilitärischer Gruppierungen. Dahingehend sei die außenpolitische "Positionierung" der FPÖ einmal mehr "jenseitig und entschieden zurückzuweisen". Darabos weiter: "Zur Erinnerung: Die Sanktionen konzentrieren sich im Wesentlichen auf Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Strache soll also bitte aufhören, den Teufel an die Wand zu malen und die Bevölkerung zu verunsichern." (Schluss) mo/bj

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