Kopf: Barbara Prammer war eine große Staatsfrau und Persönlichkeit

Werden unsere Präsidentin in respektvoller und dankbarer Erinnerung behalten

Wien (PK) - Barbara Prammer, die Präsidentin des Österreichischen Nationalrats, ist vor wenigen Stunden ihrer schweren Krebserkrankung erlegen und im Kreise ihrer Familie friedlich entschlafen. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden ihrem Sohn Bertram und ihrer Tochter Julia, deren Partnern und der Enkeltochter Sophie, sowie ihren Eltern und Geschwistern.

Barbara Prammer war zwischen 1991 bis 1997 Abgeordnete zum Landtag, Zweite Präsidentin des Landtags und Landesrätin in ihrem oberösterreichischen Heimatbundesland. Von 28.1.1997 bis 4.2.2000 war sie dann Mitglied der österreichischen Bundesregierung, zuständig für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz. Am 29.10.1999 wurde die Verstorbene als Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat angelobt und zur stellvertretenden Klubobfrau der SPÖ-Fraktion gewählt. Von 16.6.2004 bis 30.10.2006 war Barbara Prammer Zweite Präsidentin und seit 30.10.2006 Präsidentin des Nationalrats.

Prammer hat sich seit ihrem Amtsantritt als Präsidentin erfolgreich bemüht, das Parlament über die tagespolitischen Themen hinaus für einen gesellschaftspolitischen, wissenschaftlichen und kulturellen Diskurs zu öffnen. Es war ihr auch ein großes Anliegen, vor allem Jugendliche für die Werte der Demokratie zu sensibilisieren. Der Auf-und laufende Ausbau der allseits anerkannten Demokratiewerkstatt des Parlaments im Palais Epstein ist ein bleibendes Vermächtnis von Präsidentin Prammer.

Österreich verliert mit Präsidentin Prammer eine große Staatsfrau und Persönlichkeit. Mit großem Respekt verneige ich mich aber nicht nur vor der Politikerin, sondern auch vor dem Menschen Barbara Prammer. Sie hat mit großer Demut ihre schwere Krankheit angenommen und mit großer Disziplin und Willenskraft ihr Amt bis vor wenigen Wochen nahezu uneingeschränkt ausgeübt. Persönlich bin ich der Verstorbenen für die jahrelange gute Zusammenarbeit in der Präsidialkonferenz und die sehr kollegiale und wertschätzende Zusammenarbeit im Präsidium des Nationalrats zu großem Dank verpflichtet.

Im Namen der Abgeordneten, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses, bedanke ich mich bei der Verstorbenen für ihre umsichtige, überparteiliche und allseits anerkannte Führung des Hauses sowie für ihren unermüdlichen Einsatz für die Demokratie und den Stellenwert des Parlaments. Wir werden unsere Präsidentin im Parlament in respektvoller und dankbarer Erinnerung behalten. (Schluss) red

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