Flemming: Österreich hat keinen Gesundheits-, aber einen Abtreibungsminister

Wien (OTS) - Nicht in Gesundheitsfragen, sondern in Abtreibungsfragen macht sich ein österreichischer Minister stark. Anonymisierte Statistik zu Anzahl der Fälle und Analyse der Gründe für Abtreibungen muss endlich auch in Österreich kommen

Dr. Marilies Flemming, ehemalige Familienministerin Österreichs und Bundesvorstandsmitglied des Österreichischen Seniorenbundes hält zu aktuellen Debattenbeiträgen des Gesundheitsministers fest:

"Es ist beschämend, dass so lange Zeit nach Einführung der Fristenlösung noch immer so viele Abtreibungen für nötig erachtet werden. Bei Einführung der Fristenlösung wurde von allen Seiten versprochen, jetzt werde man ungehindert aufklären und Hilfe anbieten, damit Abtreibungen nicht mehr nötig sein werden. Das Gegenteil ist scheint es der Fall. Alleine die Tatsache, dass Österreich als einziges Land bis heute über keine anonyme Statistik zu Fallzahlen und Gründen der Abtreibungen verfügt, ist indiskutabel. Heute muss man sich entsetzt fragen, wer hat versagt, dass noch immer so viele Frauen glauben, ihr Kind nicht bekommen zu können. Wird in den Schulen zu wenig über Empfängnisverhütung aufgeklärt, ist die finanzielle Unterstützung für schwangere Frauen zu gering?

Jeder Arzt weiß, dass zumindest mit der Einnistung der befruchteten Eizelle ein ganz bestimmter Mensch entstanden ist. Eigenschaften, Aussehen, Haarfarbe Augenfarbe - alles steht bereits fest. Viele Frauen leiden jahrelang unter dem Wissen, das eigene Kind im eigenen Körper getötet zu haben.

Und für die Männer ist es endgültig problemlos geworden, sich der Verantwortung zu entziehen. Denn wozu aufpassen, die Frau soll gefälligst abtreiben, wenn "etwas passiert". Ein Gesundheitsminister hätte heute die große Aufgabe, Abtreibungen unnötig zu machen - und nicht sich als Abtreibungsminister zu profilieren. Die Gesundheit der Frau und das Leben des Kindes müssen endlich im Mittelpunkt stehen!"

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