JG Nö fordert tatsächliche Neustrukturierung des Asylwesens

JG-Majcen/Scheiblauer: Warum muss eine Situation erst am Rande der Eskalation stehen, bevor versucht wird problemlösende Maßnahmen zu setzen?

St. Pölten (OTS) - Die bestehende Problematik des Erstaufnahmelagers Traiskirchen sei allen längst bekannt, trotzdem gelänge es der zuständigen Bundesministerin für Inneres Mikl-Leitner, nicht die Länder in die Pflicht zu nehmen, ihre Quoten für Asylwerber zu erfüllen, so der Integrationssprecher der Jungen Generation Niederösterreich David Majcen. "Wir fordern Innenministerin und die säumigen Länder auf endlich ihren Pflichten für ein menschenwürdiges Asylsystem wahr zu nehmen, sich an einen Tisch zu setzen, gemeinsam "Nägel mit Köpfen" zu machen und sich nicht weiterhin irgendwelche Freundlichkeiten über die Medien auszurichten! Handeln ist jetzt die oberste Devise, das Redenschwingen ist einzustellen!" so Majcen weiter.

Das Konzept, welches laut BM Mikl-Leitner Anfang September vorgestellt werden soll, müsse konkrete Lösungsvorschläge beinhalten und auch die Fragestellung der Unterkünfte klären. "Die bereits angekündigte Unterbringung der Flüchtlinge in einer Zeltstadt kann dabei nur ein schlechter Witz der Innenministerin gewesen sein, denn diese Lösung erinnere mehr an Entwicklungsländer und wäre zum wiederholten Male nur ein weiterer Aufschub der Probleme." so Albert Scheiblauer, Landesvorsitzender der Jungen Generation Niederösterreich.

Der Aufnahmestopp, nicht zuletzt bewirkt durch den beherzten Einsatz von Bürgermeister Babler, sorgt dafür, dass sich die Verhältnisse nicht weiter zuspitzen, jedoch bringt das noch lange keine Lösung der Situation mit sich. Mittelfristig müsse die Unterkunft in Traiskirchen wieder auf einen bewältigbaren Stand an Asylwerbern zurückgefahren werden. "Aber dann ist LH Pröll gefordert auch in Niederösterreich andere Unterkünfte anzubieten, sonst würde sich die Problematik nur in ein anderes Bundesland verschieben und NÖ seine Quote plötzlich unter erfüllen. Größtenteils handelt es sich bei den Menschen, die um Asyl werben, um Menschen, die politisch, ob ihrer Religion oder aus anderen Gründen in den Herkunftsländern verfolgt werden und Österreich sollte sich der Aufgabe bewusst sein, dass man diesen traumatisierten Menschen menschenwürdige Zustände in deren Unterkünften zukommen lassen muss", so die beiden Jung-Roten abschließend.

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