Cyber Security Challenge 2014: Finalisten aus Schülern und Studenten stehen fest

Zwischen 17 Stunden und 17 Tage für die Lösung von Challenges im Hacking Lab.

Wien (OTS/BMLVS) - Heute, Freitag, präsentierte Paul Karrer, Vorsitzender der Cyber Security Austria, gemeinsam mit Oberst Walter Unger (BMLVS) und General Franz Lang (BMI) die bisherigen Ergebnisse der Cyber Security Challenge Austria 2014. Mit am Podium war auch Bernhard Grill, der als ehemaliger Teilnehmer beispielhaft die Lösung von Aufgaben im Hacking Lab vorführte.

Für Paul Karrer, Vorsitzender der Cyber Security Austria, steht dabei eines im Vordergrund: "Wir wollen Bewusstsein für IT-Sicherheit schaffen." Und mit dem Center of Exellence entsteht dabei auch ein Netzwerk junger IT-Sicherheitsexperten. "Es geht nicht nur um einen Bewerb, sondern auch darum, diese jungen Talente weiterzuentwickeln und nachhaltig zu fördern", erklärt Karrer die dahinterliegende Idee.

Im Bundeskriminalamt erkennt man seit Jahren einen starken Anstieg von Cyber Kriminalität. "Im Kampf gegen Cyber Crime arbeiten neben Polizisten immer mehr Techniker und IT-Experten" beschreibt General Franz Lang, Leiter des Bundeskriminalamts. "Wir müssen uns mit kreativen Köpfen weiterentwickeln, um das Ansteigen von Cyber Crime abzufangen." so Lang weiter.

"Der Cyber-Raum ist mit einem Haifischbecken vergleichbar" beschreibt Oberst Walter Unger, Experte für Cyber Defense im BMVLVS, die Situation. Eine Lösung gemäß Unger erfordert folgendes: "Wir brauchen junge Leute, die die Komplexität des Cyber-Raums verstehen und künftig für mehr Sicherheit sorgen können."

Die Online-Vorrunden des Cyber Security-Wettbewerbs sind abgeschlossen - jene zwanzig Finalisten aus Schülern und Studenten, die sich für das Finale im September in Hagenberg (Oberösterreich) qualifiziert haben, stehen fest. Dort werden die besten fünf Studenten und fünf Schüler des Österreich-Wettbewerbs für das "Team Austria" ermittelt, die Österreich bei der European Cyber Security Challenge vom 3. bis 5. November 2014 in Fürstenfeld vertreten. Insgesamt haben rund 400 junge Talente am Onlinebewerb teilgenommen.

In den drei Phasen des Online-Bewerbes mussten jeweils drei Aufgaben - sogenannte Challenges - gelöst werden. Mit jeder Phase wurden die Aufgaben schwieriger und herausfordernder; während bei den ersten Challenges noch bis zu 95 richtige Antworten einlangten, verringerte sich diese Zahl bei den letzten auf gerade einmal zwölf. Bei der Penetration Testing Challenge waren es überhaupt nur zwei Teilnehmer, die diese Aufgabe lösen konnten. Als Indikator für die fordernden Aufgaben kann auch die Zeit, die zur Lösung erforderlich war, herangezogen werden. So brauchten die Teilnehmer für die leichteren Aufgaben mindestens 17 Stunden, für die schwierigsten fast 17 Tage.

Die Cyber Security Austria veranstaltet dieses Jahr bereits zum dritten Mal die Cyber Security Challenge in Österreich, eine Rekrutierung von jungen IT-Security-Talenten in einem Hacking-Labor. Bei der heuer erstmals stattfindenden European Cyber Security Challenge treten die Gewinner der Cyber Security Challenge Austria gegen die Gewinner aus anderen europäischen Nationalteams an.

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