Stronach/Franz: Ausbildung darf nicht zur Ausbeutung werden

Finanzierung der neuen Ärzteausbildung ist weitere sozialistische Utopie

Wien (OTS) - "Dass angehende praktische Ärzte in Zukunft sechs Monate ihrer Ausbildungszeit in den Ordinationen der Hausärzte absolvieren sollen, ist grundsätzlich eine kluge Idee; denn eine gute Primärversorgung braucht gut ausgebildete Allgemeinmediziner und die dafür nötigen Erfahrungen sammelt man am besten in der Praxis", stellt Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz zur Einigung von Gesundheitsministerium und Ärztekammer auf ein neues Ausbildungsschema fest. Leider sei die angedachte Finanzierung der neuen Ärzteausbildung jedoch eine sozialistische Utopie.

Auf Unverständnis stößt bei Franz, dass die öffentliche Hand laut Ministerium nur eine minimale Summe zu den Ausbildungskosten beitragen solle - obwohl die zukünftigen Ärzte eines Tages ihre Leistung für die Öffentlichkeit erbringen werden; stattdessen werde von den niedergelassenen Ärzten verlangt, sechs Monate lang in die jungen Kollegen zu investieren, diese zu betreuen und auszubilden und ihnen diese Ausbildung auch noch bezahlen. "Das ist ein bisschen viel verlangt, denn sobald die Jungärzte auf diesem Weg genug Wissen erworben haben, sind sie weg", warnt Franz.

"Durch dieses Ansinnen des Ministeriums wird die ärztliche Kollegialität nicht nur heftig überstrapaziert, sondern werden Ärzte vom Staat richtiggehend ausgebeutet. Mit derselben Logik könnte man fordern, dass zukünftig alle Studenten von ihren Professoren persönlich ein Gehalt bekommen sollen", bringt der Team Stronach Gesundheitssprecher den diesem Ansatz zugrundlegenden Zynismus auf den Punkt. Hier zeige sich wieder einmal, wie gute Ausbildungs-Ideen durch sozialistische und klassenkämpferische Inputs zerstört werden können: "Man nehme ein klassisches Feindbild der Linken, nämlich den Arzt, erfinde abstruse Finanzierungsszenarien und verkaufe diese dann als Ausbildungsreform", so Franz.

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