Bonus-Malus muss endlich umgesetzt werden

ÖGB-Achitz: Unternehmen müssen mehr Ältere beschäftigen ÖGB-Achitz: Unternehmen müssen mehr Ältere beschäftigen

Wien (OTS/ÖGB) - "Österreichs hat die niedrigste Arbeitslosenrate der EU, aber trotzdem darf man nicht darüber hinwegsehen, dass Ende Juli um 9,7 Prozent mehr Menschen arbeitslos waren als ein Jahr zuvor", kommentiert Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, die heute bekanntgegebenen Arbeitsmarktdaten. "Erst recht darf man jene Bereiche nicht übersehen, wo es besonders dramatisch hergeht, etwa die Älteren, bei denen die Arbeitslosigkeit um 17,2 Prozent gestiegen ist. Hier ist vor allem die Wirtschaft gefragt. Die Unternehmen müssen mehr Über-50-Jährige einsetzen, und auf politischer Ebene muss die Blockade des Bonus-Malus-Systems ein Ende haben. Das wurde im Regierungsprogramm vereinbart und muss auch umgesetzt werden", fordert Achitz.

EU-weit 25 Millionen Arbeitslose - "völlig inakzeptabel"

EU-weit ist die Arbeitslosigkeit minimal zurückgegangen - aber nur um 0,7 Prozent. "Insgesamt sind aber immer noch mehr als 25 Millionen Menschen arbeitslos, das ist völlig inakzeptabel", sagt Achitz. Der Rückgang in den Krisenländern im Süden sei außerdem nicht nur auf die bessere wirtschaftliche Lage zurückzuführen, sondern schlicht darauf, dass viele, vor allem junge Menschen ihre Heimatländer verlassen würden, weil sie dort keine Chancen mehr sehen würden. Der ÖGB und auch der Europäische Gewerkschaftsbund EGB verlangen daher einen Kurswechsel, weg von der Austeritätspolitik und hin zu einem sozialen Europa des Wachstums und der Beschäftigung. Achitz: "Wir brauchen Investitionen in die Realwirtschaft, die das Wachstum ankurbeln und so für die dringend nötigen Arbeitsplätze sorgen."

EGB-Investitionsplan

Um die Mitgliedsstaaten wieder auf Wachstumskurs zu bringen, fordert der EGB einen Investitionsplan, durch den langfristig mehr als 10 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden können. Die Investitionen sollen in Bereiche wie Energieeffizienz, Infrastruktur, Energieproduktion und sozialen Wohnbau fließen. Mehr Infos:
http://www.etuc.org/sites/www.etuc.org/files/publication/files/invest
ment_de_0.pdf

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