Darabos zu Abtreibungen in öffentlichen Spitälern: Unterstütze die Bemühungen Stögers nach flächendeckendem Angebot

Wien (OTS/SK) - "Nach mehr als 40 Jahren Fristenregelung sollte es eigentliche selbstverständlich sein, dass die gesetzliche Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs in ganz Österreich durchgeführt werden kann. Und zwar in öffentlichen Spitälern und nicht nur bei niedergelassenen Ärzten", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Er unterstütze die diesbezüglichen Bemühungen von Gesundheitsminister Alois Stöger voll und ganz. Die Ablehnung der Krankenanstaltenverbände kann Darabos nicht nachvollziehen: "Kein Arzt wird gegen seinem Willen dazu gezwungen, diesen Eingriff vorzunehmen - aber er sollte jeder Frau in jedem Bundesland in öffentlichen Kliniken ermöglicht werden." ****

Auch sei es "blanker Unsinn" zu behaupten, man biete den Schwangerschaftsabbruch in einer Uniklinik nicht an, da die Frauen dort von Nachbarn erkannt werden könnten. "Und wie ist das dann mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort? Ist das etwa weniger anonym als der Warteraum im Spital? Mit dieser verqueren und geradezu frauenverachtenden Grundeinstellung werden die Frauen regelrecht dazu gezwungen, sich eine teure Reise nach Wien zu leisten, um diesen Eingriff, den keine Frau leichten Herzens macht, durchführen zu lassen", sagte Darabos. "Frauen in einer solchen Notlage sollte man nicht zusätzliche Hürden in den Weg stellen, sondern es ihnen möglichst einfach machen, die von ihnen getroffene Entscheidung umzusetzen", appellierte Darabos. (Schluss) up/mo

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001