Neues Volksblatt: "Zeitgewinn" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 1. August 2014

Linz (OTS) - Einer der Gründe, warum laut SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger keine Flüchtlinge in die Kaserne nach Linz-Ebelsberg kommen können, ist der desolate Zustand des Gebäudes. Es seien Abbruchhäuser, die seit Jahren weder genutzt noch instandgehalten werden. Es fehle sogar an der elementarsten Infrastruktur wie Anbindung an das Strom-, Wasser und Kanalnetz, weiß Luger. Zumindest die ersten Bilder vom behördlichen Lokalaugenschein machen keinen desolaten Eindruck und auch Strom und Wasser dürften vorhanden sein. Offensichtlich hat der SPÖ-Verteidigungsminister die Kaserne nicht verkommen lassen, wie es der SPÖ-Bürgermeister mutmaßt. Übrigens stehen die Kasernengebäude seit 2009 unter Denkmalschutz, ein Abriss der laut Luger "abbruchreifen militärischen Gebäude" ist eigentlich nicht möglich. Aber mit dem Denkmalschutz hatte der Linzer Bürgermeister schon in der Vergangenheit immer wieder Probleme. Doch vorerst scheint durch das Öffnen der landeseigenen Internate die Lage entschärft. Und die verantwortlichen Politiker können durchatmen - aber ausspannen ist nicht drinnen. Denn die Unterbringung in den Internaten kann sicher nicht verlängert werden, mit Schulbeginn ist Schluss. Vielleicht bringt diese Übergangslösung zur Notunterbringung der Flüchtlinge aber genau die nötige Zeit, um in Ruhe und gemeinsam eine wirklich taugliche Lösung zu erarbeiten.

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