Zur "Asyldebatte" im Sommerloch

Vorschläge von Asyl in Not zur Aufnahme von Geflüchteten in Österreich

Wien (OTS) - Erstens:
Flüchtlinge aus bestimmten, besonders brisanten Herkunftsregionen (Tschetschenien, Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, Somalia, Eritrea, etc.) erhalten prima facie (auf ersten Blick und ohne weiteres Verfahren) internationalen Schutz - in der Art etwa, wie die bosnischen Flüchtlinge in den Neunzigerjahren. Sie erhalten sofort Zugang zum Arbeitsmarkt. Danach steht es ihnen frei, zusätzlich auch den Asylstatus anzustreben; in dieser Zeit stehen sie aber schon auf eigenen Füßen und fallen niemandem zur Last.

Zweitens:
Geflüchtete aus allen anderen Herkunftsländern (und das sind dann schon einmal viel weniger) kommen in Grundversorgung, dürfen aber nach 3 Monaten (so steht es im Gesetz!) tatsächlich arbeiten und sind nicht mehr auf Saisonarbeitsplätze beschränkt; der unsägliche Bartenstein-Erlaß wird endlich entsorgt. Sobald sie arbeiten, erhalten sie jede nötige Hilfe beim Übersiedeln in Privatquartiere.

Drittens:
Österreich erkennt die Dublin-Verordnung nicht mehr an. Damit erspart man sich viele, oft monatelange Vorverfahren samt den damit verbundenen Kosten für Befragungen, Gutachten, Unterbringung und Schubhaft. Österreich setzt einen spektakulären ersten Schritt zur europaweiten Abschaffung des menschenverachtenden Dublin-Systems.

"Schöne Träume sind das. Dafür brauchen wir halt eine andere Regierung. Ah ja, richtig: Das wäre der Vorschlag Nummer vier", schließt Michael Genner, Obmann von Asyl in Not Österreich.

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Michael Genner,
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