Pensionistenverband-Wohlmuth: Steuerbilanz beweist Notwendigkeit einer Lohnsteuersenkung

Unterschriftenaktion des Pensionistenverbandes voll angelaufen

Wien (OTS) - "Die vorliegende Steuerbilanz des 1. Halbjahres 2014 beweist die Notwendigkeit einer Senkung der Lohnsteuer. Die Mehreinnahmen betrugen 654 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 5,6 Prozent. An diesen Zahlen sieht man, wie überproportional die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und Pensionisten von der Steuerlast betroffen sind. Eine spürbare Entlastung ist daher raschest durchzuführen", erklärte heute Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth.

Doppelbelastung der Arbeitnehmer und Pensionisten

Die Pensionisten und die Arbeitnehmer sind laut Wohlmuth "doppelt belastet". "Einerseits durch die hohe Lohnsteuer inklusive der sogenannten kalten Progression, andererseits auch durch die hohen Preise, die vor allem beim täglichen Einkauf spürbar sind." Auch hier fordert der Pensionistenverband Maßnahmen, unter anderem dem "Österreich-Aufschlag" in den Supermärkten durch stärkere Preiskontrollen endlich beizukommen.

Unterschriftenaktion des Pensionistenverbandes voll angelaufen

Wohlmuth nahm Bezug auf die kommende Pensionsanpassung für das Jahr 2015: Durch eine Lohnsteuersenkung muss den Pensionisten von der Anpassung mehr Geld im Börsel bleiben und nicht dem Finanzminister! Eine Steuerentlastung bringt eine breite Kaufkraftstärkung, die 1:1 auf einen höheren Inlandskonsum durchschlägt und damit die Wirtschaft fördert und Arbeitsplätze sichert bzw. neue Jobs bringt", so der PVÖ-Generalsekretär.

Wohlmuth gab bekannt, dass die Pensionistenverbands-Unterschriftenaktion unter dem Titel "Mehr Geld im Börsel" voll angelaufen sei, in allen Ortsgruppen des Pensionistenverbandes bereits eifrig unterschrieben wird. Wohlmuth:
"Wenige Tage nach dem Start haben bereits über 12.000 Pensionistinnen und Pensionisten die Forderungen des Pensionistenverbandes mit ihrer Unterschrift unterstützt."

Das PVÖ-Steuer-Forderungsprogramm im Detail:

  • Senkung des Einstiegssteuersatzes von 36,5 Prozent auf 20 Prozent
  • Weg mit der kalten Progression durch Abflachung der Steuerstufen
  • Negativsteuer: Erwerbstätige, die keine Lohnsteuer zahlen, erhalten eine Gutschrift auf die von ihnen geleisteten Sozialversicherungsbeiträge ("Negativsteuer"). Pensionisten, die auch von den kleinsten Beträgen Krankenversicherungsbeiträge zahlen, sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Dieses Unrecht muss beseitigt werden!
  • Aufhebung der Einschleifregelung beim erhöhten Pensionistenabsetzbetrag (was die Wiederherstellung der alten Rechtslage beim Alleinverdienerabsetzbetrag bedeutet)!
  • Pensionistenabsetzbetrag: keine steuerliche Diskriminierung der Pensionisten, d. h. der Pensionistenabsetzbetrag muss dem Arbeitnehmerabsetzbetrag gleichgestellt sein. Wichtig dabei: der Wegfall der geltenden Einschleifregelung!
  • Anhebung und Valorisierung der pauschalierten Freibeträge (außergewöhnliche Belastungen) wegen Behinderung bzw. Krankheitendiätverpflegung!
  • Anerkennung der Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen durch Wegfall des Selbstbehaltes!
  • Verhandlungen zwischen Österreich und Deutschland betreffend die Besteuerung deutscher Renten
  • Volle Einbindung der Pensionistenvertreter in die Verhandlungen zur Steuerreform

Die Aktion "Mehr Geld im Börsel" kann in allen Ortsgruppen, Bezirks- und Landesorganisationen des Pensionistenverbandes sowie auf der Homepage unter www.pvoe.at unterschrieben werden.

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs,
GS Andreas Wohlmuth, Tel.: 0664-48 36 138

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001