IG Pflanzenschutz: Geringe Winterverluste bei Bienen in ganz Europa

COLOSS Studie belegt: Neonicotinoide sind nicht die Ursache für Bienenverluste - EU Verbot vorschnell ausgesprochen

Wien (OTS) - Die neueste Studie des Forschungsnetzwerkes "COLOSS", zeigt die niedrigsten Überwinterungsverluste bei europäischen Bienen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2007 auf. Die Studiendaten stammen aus 19 europäischen Staaten, darunter auch Österreich, sowie aus Algerien und Israel. Insgesamt wurden 376.754 Bienenkolonien untersucht. Die Winterverluste 2013/14 variieren dabei zwischen sechs Prozent in Norwegen und bis zu 14 Prozent in Portugal. Mit einem Durchschnitt von neun Prozent über alle Länder hinweg, ist dies die niedrigste Wintersterblichkeit seit Beginn der Studie. Und das trotz des zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht bestehenden Verbots von Neonicotinoiden. Der Einsatz von Neonicotinoiden wurde erst mit Dezember 2013 verboten - also nach der Einwinterung der Bienen. "Für uns Pflanzenschutzmittelhersteller ist das ein weiterer Beweis, dass nicht die Neonicotinoide die Ursache für das Bienensterben sind. Das EU-weite Verbot wurde vorschnell ausgesprochen", betont Christian Stockmar, Vorstand der IG Pflanzenschutz.

Auch in Österreich sind die Winterverluste 2013/14 rückläufig gewesen. 12,5 Prozent der eingewinterten Bienenvölker haben den Winter nicht überlebt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von fast fünf Prozent. Gerade aus Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung wie der Steiermark und Oberösterreich wurden die geringsten Verluste gemeldet.

Für den vergangenen Winter wurde auch ein Rückgang der Überwinterungsverluste (für Honigbienen) in England, Wales und in den USA berichtet.

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Die 15 Mitglieder der IG Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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