FP-Strache: Sanktionen gegen Russland könnten zum wirtschaftlichen Super-Gau werden

EU sollte im eigenen Interesse und nicht dem der USA agieren

Wien (OTS/FPD) - Während die Ermittlungen zum Absturz der Passagiermaschine MH17 nicht einmal abgeschlossen sind, ist für Europa und die USA der Schuldige bereits ausgeforscht. Ohne Beweise angeklagt, verurteilt und mit Sanktionen bestraft - das ist die anglo-amerikanische Form mit Russland und Putins Politik umzugehen.

Der gestrige Beschluss der 28 EU-Staats- und Regierungschefs, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen, könnte für die europäische Wirtschaft allerdings zu einem Bumerang mit ungeahnten Folgen werden, so der freiheitliche Bundesparteiobmann NAbg. Heinz-Christian Strache. "Anstatt auf diplomatischem Wege vernünftig zu agieren, werden in vorauseilendem Gehorsam die Vorgaben US-Amerikas erfüllt und die Sanktionen verschärft", sagt Strache.

Dass Russland für alle Länder der EU seit Jahren ein wichtiger und vor allem verlässlicher Handelspartner war und ist, scheint komplett vergessen. Zudem nimmt man durch die Sanktionen am Finanzsektor zusätzlich in Kauf, europäische Banken, die sich nach der Krise endlich ein wenig erholt haben, wieder zu schwächen. Die Durchführung der Sanktionen könnte zum wirtschaftlichen Super-Gau für die EU werden. "Verhängt die EU Sanktionen gegen Russland, verhängt sie quasi selbige gegen sich und straft sie sich selbst am Meisten", kritisiert Strache das Vorgehen. Sogar Wirtschaftskammerpräsident Leitl warnt vor den Auswirkungen: Er rechnet mit einem Minus von 20 Prozent bei den Exporten nach Russland sowie auch im Tourismus -allein durch die bereits verhängten Sanktionen. Eine Verschärfung wird auch hier zu weiteren Einbrüchen führen.

"Ich appelliere einmal mehr an die federführenden Politiker der EU, die Interessen der Union und nicht jene der USA zu vertreten. Denn der Schaden, der hier angerichtet wird, den wird die EU alleine zu tragen haben", schließt Strache. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 787

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002