Korun: In Österreich geborene Kinder einbürgern statt zu "Ausländern" erklären

Grüne: Für Zugehörigkeitsgefühl braucht es aktive Chancengleichheitspolitik

Wien (OTS) - "Obwohl der neue Integrationsbericht teilweise von positiven Entwicklungen berichtet, braucht es gelebte Chancengleichheit in Österreich für ein besseres Zugehörigkeitsgefühl. Die Politik ist daher gefordert proaktive Maßnahmen zu schaffen, egal ob jemand aus einem EU- oder Nicht-EU-Land stammt. Denn nur wo ich die gleichen Entwicklungs-, Bildungs- und Berufschancen wie andere BürgerInnen habe, dort fühle ich mich auch wirklich zugehörig. Wenn hingegen MigrantInnenkinder überdurchschnittlich oft in Sonderschulen landen, wie das bei uns noch immer der Fall ist, wird klar: Wir brauchen ganz konkrete Maßnahmen und Projekte zur Erreichung von Chancengleichheit", fordert die Integrationssprecherin der Grünen, Alev Korun.

"Unser StaatsbürgerInnenschaftsrecht vollbringt sogar das Kunststück, aus hier geborenen und aufgewachsenen Kindern, die nie das Ausland gesehen haben, "AusländerInnen" zu machen, wenn ihre Eltern einen anderen Pass haben. Eine Politik der Chancengleichheit, die das Zugehörigkeitsgefühl fördert, ist aber, diese Kinder bei der Geburt einzubürgern und Chancengleichheit von Anfang an sicherzustellen. Dafür braucht es aktive Maßnahmen in Schule, Beruf und Leben und ein modernes Staatsbürgerschaftsrecht, das hier geborenen, auf Dauer hier lebenden Kindern von Anfang an auch gleiche Chancen garantiert. Das Vorhaben der ÖVP, in das Bildungssystem quereinsteigende Kinder in Parallelklassen zu stecken, wäre hingegen Trennung statt Integration von Anfang an. Die Vorschläge, die rot-weiß-rot-Karte endlich zu modernisieren, und aus dem Ausland mitgebrachte Qualifikationen durch ein modernes Anerkennungsgesetz in und für Österreich besser und rascher fruchtbar zu machen, unterstütze ich", sagt Korun.

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