"Universum" begibt sich auf die "Expedition Mittelmeer"

Am 29. Juli um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Das Mittelmeer: Sehnsuchtsort, Wiege der europäischen Kultur - und Jahr für Jahr Reiseziel für Millionen von Menschen. Gleichzeitig sind die Entstehung des Mittelmeers, seine Tierwelt und die Spuren, die der Mensch über Jahrtausende hier hinterlassen hat, immer noch voller Geheimnisse. Einige davon lüftet die "Universum"-Dokumentation "Expedition Mittelmeer" von Florian Guthknecht, Jens-Uwe Heins und Angela Graas am Dienstag, dem 29. Juli 2014, um 20.15 Uhr in ORF 2.

Windsurfen vor einer griechischen Insel, Sonnenbaden auf einem Traumstrand Korsikas oder Schwimmen vor der spanischen Küste: Das Mittelmeer ist die Lieblingsbadewanne der Europäer und Europäerinnen, jährlich besucht von Millionen Touristen. Trotzdem birgt das 2,5 Millionen Quadratkilometer umfassende Mittelmeer noch immer Geheimnisse. Das beweist nicht zuletzt die ORF/BR/ARTE-Koproduktion "Expedition Mittelmeer", für die sich zwei Filmteams auf den Weg gemacht haben: Eines hat zu Land versucht, die Rätsel des Mittelmeers zu ergründen, das andere zu Wasser.

Begonnen hat die Reise der Crew ganz im Westen, in Gibraltar, ihr Ende findet sie ganz im Osten, in Griechenland. Dazwischen liegen wundersame Welten und Wesen, über und unter Wasser. "Obwohl ich seit fast 20 Jahren Unterwasserfilme mache, war mir nicht bewusst, wie groß der Wal- und Delfinbestand hier tatsächlich ist", sagt Regisseur Florian Guthknecht. Rund 1.000 Pottwale bevölkern das Mittelmeer, dazu kommen etwa 1.400 Finnwale, die auch in Badegebieten, etwa vor der toskanischen Küste, schwimmen. In der Straße von Messina, jener Meerenge, die das italienische Festland von Sizilien trennt, machte sich ein Filmteam auf die Suche nach einem der größten Haie der Erde:
dem Sechskiemerhai. "Ein italienischer Akustikexperte half uns dabei, indem er unter Wasser Tonaufnahmen eines zappelnden Thunfischs abspielte", erinnert sich Florian Guthknecht. Die Filmaufnahmen des Raubfisches sind atemberaubend: Majestätisch gleitet der Hai durchs Wasser, auf der Suche nach Beutefischen, Krebsen oder Weichtieren.

"Expedition Mittelmeer" zeigt aber auch, dass der Lebensraum Mittelmeer bedroht ist. Das wird etwa am Beispiel der Unechten Karettschildkröte sichtbar. Hauptpaarungs- und Brutgebiet der Meeresschildkröte sind die Strände der griechischen Insel Zakynthos. Hier, wo sich tagsüber Touristen aus halb Europa tummeln, krabbeln bei Einbruch der Dunkelheit plötzlich Meeresschildkröten an Land. Sie müssen Liegestühle oder andere Hindernisse erst überwinden, um ihre Eier - ihrem genetischen Programm entsprechend - genau dort ablegen zu können, wo sie geboren wurden. Das Beispiel der Lebensbedingungen der Unechten Karettschildkröten auf Zakynthos zeigt, wie der Massentourismus die Meeresbewohner verdrängt. "Expedition Mittelmeer" präsentiert nicht nur faszinierende Bilder tierischen Verhaltens und malerische Landstriche, sondern beleuchtet auch die Realität von Naturfrevel und Artenschwund.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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