ÖSTERREICH: Arbeitslose sollen künftig in Gefängnissen arbeiten

Justizminister Brandstetter will Fachpersonal auch beim AMS suchen - Ab 2015 ist WG statt U-Haft für Jugendliche möglich

Wien (OTS) - Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) will den Personalengpass in den Gefängnissen rasch beheben. In ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) kündigt der Minister rasche Aufnahme von Fachpersonal für die Haftanstalten an, damit dort etwa Werkstätten besser ausgelastet werden können. Die Justizbetreuungsagentur soll sich diesbezüglich auch an das AMS wenden, also auch Arbeitslose für die Arbeit in Gefängnissen anwerben.

Brandstetter: "Eine weitere Maßnahme ist die Beschäftigung von zusätzlichen Fachkräften über die Justizbetreuungsagentur in Haftanstalten. Sie sollen sicherstellen, dass wir die Kapazitäten von Werkstätten dort trotz des Personalmangels in der Justizwache zur Gänze ausschöpfen können. Das läuft schon, seit dieser Woche wird gesucht. Die Fachkräfte können von der Justizbetreuungsagentur rasch und unbürokratisch besetzt werden, bis die neuen Beamtenplanstellen besetzt sind. Da wird auch das AMS kontaktiert."

Im Bereich Jugendhaft sei alles vorbereitet, damit künftig nur mehr wenige Jugendliche in Gefängnisse kommen: "Die Wohngruppen sind fertig. Wir haben mit insgesamt vier Vereinen Vereinbarungen getroffen, die die Betreuung übernehmen. Die Vertragsunterfertigungen laufen gerade. Am ersten Jänner starten wir. Der Haftrichter entscheidet innerhalb von 14 Tagen, ob der Jugendliche in einer Wohngruppe untergebracht werden kann. Dann übernimmt einer der Vereine."

Was passiert mit den Jugendlichen, die nicht für eine WG geeignet sind? "Dann muss die U-Haft fortgesetzt werden. Für diesen Fall soll es mittelfristig ein spezielles Jugendhaft-Kompetenzzentrum geben. Das bleibt das Ziel, da lasse ich nicht locker."

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001