"Thema" am 28. Juli: Araber im Alpenland - Konflikt der Kulturen

Außerdem: Das Paradies unter der Mühlkreisautobahn

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 28. Juli 2014, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Das Paradies unter der Mühlkreisautobahn

"Wenn's was brauchen, ist es natürlich günstig. Da nehmen's die Auffahrt und sind gleich beim Bauhaus", sagt Hermann Litzlbauer, ältestes Mitglied des Linzer Kleingartenvereins Gleisdreieck, mit lauter Stimme. Denn in seinem Schrebergarten muss er das stete Rauschen der Mühlkreisautobahn, das Quietschen und Rattern der Züge der Westbahn, der Sumerauer Bahn und der Zulieferer zur VOEST übertönen. Der Garten liegt inmitten der Auffahrschleife und die dröhnende Autobahn auf breiten Betonsäulen wirft schon mal einen Schatten auf seinen Goldfischteich. Inmitten des Verkehrs haben sich Hermann Litzlbauer und seine fast 30 Nachbarn ihr kleines, grünes Glück geschaffen. Andrea Poschmaier war zu Besuch.

Liebe ein Leben lang - von der Sandkiste bis zur Eisernen Hochzeit

Sie kennen einander seit ihrer Geburt: innerhalb von fünf Tagen sind beide im Wiener Wilhelminenspital zur Welt gekommen: sie als Rosi Koblika, er als Josef Koblasa. Das war im Oktober 1928. Rosi und Josef spielten in derselben Sandkiste, besuchten dieselbe Schule -und feiern jetzt ihre Eiserne Hochzeit. "Ich bin überzeugt, dass alles eine Fügung war", sagt Herr Klobasa. Markus Stachl hat mit den Eheleuten über ihre Liebe und die 86 gemeinsamen Jahre gesprochen.

Araber im Alpenland - Konflikt der Kulturen

Ein verregneter Urlaub in Österreich ist ihnen am liebsten. Eine Rutschpartie mit Burka im Gletscherschnee ist das höchste Vergnügen. Finanzstarke Touristen aus Kuwait, Saudi-Arabien oder Dubai schaukeln drei Mal am Tag mit dem Boot übers Wasser in "Sellamsee", andere tun das höchsten einmal in der Woche. Seit einigen Jahren bringen arabische Gäste nicht nur kräftige Umsätze nach Zell am See, sie haben auch ihre eigene Kultur im Gepäck. Ein "Knigge" sollte ihnen heimische Sitten nahebringen: dass man im Hotelzimmer nicht vom Boden isst, dass Müll nicht auf die Straße gehört und dass die Preise fix sind. Ein Aufschrei ging durch internationale Medien - Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wurde den Pinzgauern vorgeworfen. Die Broschüre ist wieder eingezogen - doch die Fremden sind manchen noch immer allzu fremd, berichtet Patrick Hafner.

Vergiftete Seeadler

Österreichs Wappentier steht unter strengem Schutz. 1946 war der Seeadler ausgerottet, heute gibt es wieder 40 der stolzen Vögel mit einer Spannweite von bis zu zweieinhalb Metern. Doch immer wieder finden Tierschützer qualvoll verendete Tiere. Vergiftet von Jägern und Fischern, die fürchten, dass ihnen Seeadler die Beute oder den Fang wegnehmen, vermutet Hans Frey von der Greifvogel-Station Haringsee in Niederösterreich. Gemeinsam mit dem WWF betreut er ein Adler-Schutzprojekt. Seit 2001 brütet der Seeadler wieder hierzulande. Markus Stachl war exklusiv bei der Beringung eines Jungtieres dabei und zeigt spektakuläre Fernsehbilder aus 35 Metern Höhe.

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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