Fahrschulen für mehr Motorrad-Fahrpraxis und mehr Verkehrssicherheit

WKÖ-Fachverbandsobmann Wiedermann: Gruppengrößen bei Straßenperfektionsfahrt überdenken

Wien (OTS/PWK510) - "Mehr Fahrpraxis bei der Motorrad-Führerschein-Basisausbildung und mehr praktische Fahrstunden bei den verpflichtenden Perfektionsfahrten im Straßenverkehr bringen mehr Sicherheit für die Biker", sieht Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich, in der Initiative von Verkehrsministerin Doris Bures einen richtigen Vorstoß, Unfallrisiken zu verringern. Wenn für Motorrad-Schein-Direkteinsteiger, die älter als 39 Jahre alt sind, zusätzlich zwei Fahrstunden in der Fahrschulausbildung verankert werden, trage man Risiken, denen eine besonders gefährdete Lenkergruppe ausgesetzt ist, gezielt Rechnung. Hintergrund:
Motorrad-Späteinsteiger dürfen mit ihrem Direkteinstieg gleich auf besonders PS-starke Motorräder steigen. Nach möglicherweise jahrelanger Fahrpraxis nur mit Pkw sind Bike-Späteinsteiger mit dem Beschleunigungs- und Bremsverhalten bzw. den fahrtechnischen Eigenschaften leistungsstarker Zweiräder häufig überfordert.

Motorrad-Späteinsteiger werden bereits jetzt mit einer freiwilligen Doppelfahrstunde, die vom Verkehrsministerium und den Fahrschulen gefördert wird, motiviert, mehr Praxisstunden bei der Führerscheinausbildung zu absolvieren, verweist Wiedermann auf eine aktuelle Brancheninitiative.

Die Fahrschulen unterstützen das Ziel, trotz Zulassungsbooms die Unfallzahlen bei Zweirädern zu senken. Schließlich konnte bei steigendem Motorisierungsgrad im Pkw-Bereich auch die Anzahl der Verkehrstoten gesenkt werden. Die geplante Kürzung der Stundenanzahl bei der Motorrad-Theorieausbildung erfordert es jedoch, den Unterricht im Vortragssaal künftig noch stärker auf die Verkehrs-Sinnbildung, d.h. die richtige Blicktechnik und vorausschauendes Fahrverhalten, zu fokussieren, hält Wiedermann fest. "Bisher war bei Perfektionsfahrten ein Fahrlehrer mit zwei Schülern unterwegs. Sollten künftig vier Schüler gemeinsam bei Ausfahrten unterwegs sein, so sollten dafür zwei Fahrlehrer vorgeschrieben sein", fordert der Fachverbandsobmann. Dadurch hätte man die Fahrschüler besser unter Kontrolle und könnte sie effizienter unterweisen. Besser wäre es, wenn ein Fahrlehrer mit zwei Schülern vier Stunden lang eine Perfektionsfahrt durchführen würde, so Wiedermann. (PM)

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