Greenpeace: Österreich muss für ein ambitionierteres EU-Effizienz-Ziel kämpfen

Vorschlag der EU-Kommission ist zahnlos und setzt Energieabhängigkeit fort

Wien (OTS) - Die EU-Kommission hat heute ein 30-prozentiges Energieeffizienz-Ziel für das Jahr 2030 vorgeschlagen. "Ein Effizienz-Ziel von 30% ist nicht nur völlig unambitioniert sondern zudem auch zahnlos, wenn es nicht verbindlich ist", kritisiert Hanna Simons, Direktorin für Umweltpolitik von Greenpeace. Die EU-Regierungschefs müssen diesem Vorschlag im Oktober im Rat noch zustimmen. "Bundeskanzler Werner Faymann muss nun im Europäischen Rat für ein verbindliches und wirklich ambitioniertes Effizienz-Ziel eintreten", fordert Simons.

Der österreichische Nationalrat hat im Juni drei verbindliche und ambitionierte Ziele als Position Österreichs vorgegeben und sich dabei auch klar gegen mehr Kohle, Atomkraft und Fracking ausgesprochen. "Nur mit mehr Energieeffizienz kann Europa unabhängiger von Importen und schmutziger Energie werden", so Simons. Das von der Kommission Barrosso vorgeschlagene Effizienz-Ziel könne bis 2030 beinahe ohne weitere Anstrengungen erreicht werden, kritisiert Greenpeace. Selbst für den designierten EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker sind 30 Prozent nur ein Minimum. Der Vorschlag der Kommission sieht zudem keine Verpflichtung für das Ziel vor. In einem Brief an die EU-Kommission haben sich bereits sieben Mitgliedsstaaten für verpflichtende Ziele ausgesprochen.

"Die Bundesregierung muss als Vorreiter in der europäischen Klimapolitik verhindern, dass der schwache Entwurf der EU-Kommission angenommen wird. Bundeskanzler Werner Faymann und der zuständige Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner müssen die Allianz der progressiven Staaten stärken und ambitionierte, verbindliche Ziele in der EU durchsetzen", fordert Simons..

Greenpeace setzt sich für national verbindliche Ziele zur Reduktion der Treibhausgase um 55 Prozent, zum Ausbau des Erneuerbaren-Anteils auf 45 Prozent und zur Steigerung der Energieeffizienz auf 40 Prozent bis 2030 ein.

Rückfragen & Kontakt:

Hanna Simons, Direktorin Umweltpolitik Greenpeace CEE, Tel.: +43 (0)650 244 4020
Christine Gebeneter, Pressesprecherin Greenpeace CEE, Tel.: +43 (0)664 8574598

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