Brunner: Energie-Sparziel von 30 Prozent nur halbherziger Schritt

Grüne für verbindliche Energie-Effizienz-Ziele von 40 Prozent bis 2030

Wien (OTS) - "Das Energie-Sparziel der EU-Kommission von 30 Prozent bis 2030 ist zwar besser als befürchtet, aber noch immer nicht weitgehend genug", meint die Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen, Christiane Brunner. "Gänzlich fehlen Verbindlichkeiten für einzelne Mitgliedsstaaten. Wir erwarten uns, dass auch die einzelnen Mitgliedsstaaten sich bis zur endgültigen Entscheidung im Oktober auf verbindliche Ziele festlegen." Von der Österreichischen Bundesregierung fordern die Grünen hier ein geschlossenes Auftreten für ambitionierte EU-Klima- und Energieziele.

"Die Grünen wollten die Festsetzung eines verbindlichen Energiesparzieles der EU von 40 Prozent bis 2030. Leider hat sich gezeigt, dass die EU wieder einmal nicht mutig genug war und sich mit der Politik der kleinen Schritte zufriedengibt", kritisiert Brunner.

"Dabei wäre es wichtig, wirklich wirksame und verbindliche Klimaziele festzuschreiben. Diese könnten für den Erfolg oder Misserfolg der nächsten Klimakonferenz entscheidend sein und sie könnten die Weichenstellungen für eine echte Wende im Klimawandel sein", meint Brunner.

Für Brunner sind drei wichtigsten Ziele:
1. Die verbindliche Festsetzung eines Energiesparziels bis 2030 EU von 40 Prozent.
2. Die Festsetzung eines verbindlichen Ziels zum Ausbau erneuerbarer Energien bis 2030 von 45 Prozent des Energieendverbrauchs;
3. Die Festsetzung eines verbindlichen CO2-Minderungsziels bis 2030 von 55 Prozent der realen Emissionen (Basisjahr 1990) im Einklang mit dem 2-Grad-Ziel;

Diese Gesamtziele sind durch verbindliche Einzelziele für die Mitgliedstaaten durch Lastenausgleich, basierend auf individueller Situation und Potential zu implementieren.

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