Schieder: "Wir stehen für eine intakte Natur" - Naturfreunde verbinden Naturerlebnis mit sozialer Dimension

"Schutz der Natur ist ein wertvoller Beitrag für den Wirtschaftsstandort"

Wien (OTS/SK) - Anlässlich einer Pressekonferenz am Mittwoch betonten Naturfreunde-Bundesvorsitzender Andreas Schieder und Naturfreunde-Bundesgeschäftsführer Reinhard Dayer die Anliegen der Naturfreunde Österreich: "Eine intakte Natur und ein modernes Angebot an Veranstaltungen in Verbindung mit der sozialen Dimension. Dafür stehen die Naturfreunde, und dafür steht Österreich." ****

Seit 1910 engagieren sich die Naturfreunde für den Naturschutz und leisten somit "einen wertvollen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Österreich", sagte Schieder und erläuterte: "Wir erhalten 15.000 km Wanderwege, 150 Berg- und Schutzhütten, 100 Kletter- und Boulderhallen, diverse Alpin- und Kletterschulen sowie ein Paddel-Raft- und Wildwasserzentrum."

Die Naturfreunde setzen sich zudem für die Erhaltung des freien Wegrechts in den Wäldern und Alpinregionen ein - so wie es im Forstgesetz 1975 festgelegt ist. "Es gibt immer wieder Versuche, dieses Recht auf Wegfreiheit aufzuweichen. Diese Versuche wollen wir unterbinden - wir setzen uns weiterhin für eine freie Begehbarkeit der Wälder ein", versicherte Schieder.

Touristische und nachhaltige Entwicklung nur unter strengen Auflagen

Die Naturfreunde setzen sich überdies für eine Wende zu mehr Nachhaltigkeit im Wintertourismus ein. "Bisweilen ist das Verhältnis von touristischen Investitionen und ökologischer Nachhaltigkeit aus den Fugen geraten", so Schieder und weiter: "Deshalb setzen sich die Naturfreunde verstärkt für einen Struktur- und Bewusstseinswandel sowie für eine Änderung der Förderungspolitik ein", betont der Vorsitzende der Naturfreunde Österreich.

Um die Energieversorgung langfristig und umweltfreundlich zu sichern, müsse man auf Energieeffizienz, "auch im internationalen Maßstab achten" und die Energiegewinnung durch erneuerbare Ressourcen forcieren. "Wenn es heißt, Schiefergas und Atomenergie seien eine emissionsfreie Lösung, dann sagen wir ganz klar: Nein, das ist für uns keine Alternative", betonte Schieder.

Naturfreunde-Bundesgeschäftsführer Reinhard Dayer ergänzte einzelne Projekte und Schwerpunkt der Organisation: "Wir haben in Österreich jährlich rund 300 Bergtote. Die Naturfreunde setzen sich deshalb in ihrer Sicherheitsaktion 'No reset am Berg', die unter der Schirmherrschaft Gerlinde Kalternbrunners steht, für risikobewusste, sichere, gesundheitsfördernde Berg- und Naturerlebnisse ein", so Dayer. Die häufigste Unfallursache seien, so Dayer weiter, eine Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, mangelnde Kondition, oder eine Unterschätzung der Berggefahren. Es gehe in der Aktion deshalb darum, "ein Bewusstsein für die bestehenden Gefahren zu schaffen, um so ein gesundes Bergerlebnis ermöglichen zu können. Dies wurde unterstützt durch nahezu 100 "Sicherheitstage", die die Naturfreunde 2013 und 2014 veranstalteten bzw. die Möglichkeit von Gesundheitschecks bei Wanderungen, wie es sie seit heuer gibt", erläutert Dayer abschließend. (Schluss) dm

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