ORF III am Donnerstag: Krieg im Film mit "Die letzte Patrouille", "Stauffenberg" und "Der Hauptmann von Köpenick"

Außerdem: Letzte Bundesratssitzung vor der Sommerpause live

Wien (OTS) - Bevor sich ORF III morgen, am Donnerstag, dem 24. Juli 2014, im Hauptabend mit drei Spielfilmen ganz dem Thema "Krieg im Film" widmet, überträgt der Kultur- und Informationsspartensender ab 9.00 Uhr live die letzte Bundesratssitzung vor der Sommerpause. Seinen sommerlichen Themenschwerpunkt zum Ersten Weltkrieg erweitert ORF III um einen cineastischen Fokus auf das Genre Kriegsfilm: Um 20.15 Uhr steht im Rahmen der vergangene Woche gestarteten John-Ford-Retrospektive "Die letzte Patrouille" auf dem Programm. Der Spielfilm mit Victor McLaglen aus dem Jahr 1934 beweist das Können des großen Regisseurs abseits des Westerngenres und zeigt den Kampf einer verlorenen Truppe in der mesopotamischen Wüste während des Ersten Weltkriegs. Jo Baiers Kriegsdrama "Stauffenberg - 20. Juli 1944" beleuchtet um 21.20 Uhr jenes gescheiterte Attentat, das im Zweiten Weltkrieg ein undenkbares Verbrechen gegen den "Führer" darstellte, heute jedoch als Zeichen der Hoffnung für einen Rest an Gewissen und Moral innerhalb der deutschen Führungsriege gilt. Danach führt um 23.00 Uhr Helmut Käutners Verfilmung von Carl Zuckmayers Drama "Der Hauptmann von Köpenick" ins Berlin der Jahrhundertwende, wo Heinz Rühmann als Schuster Wilhelm Voigt im Gefängnis die Preußische Felddienstordnung auswendig lernt, um fortan als Hauptmann von Köpenick der Bürokratie den Kampf anzusagen.

Die Sendungen im Detail:

"Politik live: Bundesratssitzung" (9.00 Uhr)

Ein üppiges Programm haben die Ländervertreter/innen im Parlament zu absolvieren, bevor auch der Bundesrat in die Sommerpause geht. Am 1. Juli hat Kärnten vom Burgenland turnusmäßig den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz übernommen. Als neue Präsidentin an der Spitze der Länderkammer wird die Kärntner Bundesrätin Ana Blatnik (SPÖ) die Schwerpunkte ihrer Präsidentschaft skizzieren. Anschließend ist eine Erklärung des Kärntner Landeshauptmanns Peter Kaiser (SPÖ) für ein soziales Österreich in einem gemeinsamen Europa vorgesehen. Im Zuge einer "Aktuellen Stunde" wird Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) Rede und Antwort zu den Themen Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik stehen. Unter den weiteren 31 Tagesordnungspunkten: das umstrittene Hypo-Sondergesetz u. v. m.
ORF III überträgt die Bundesratssitzung exklusiv und live, kommentiert von Christine Mayr und Chefredakteur Christoph Takacs.

"John-Ford-Retrospektive: Die letzte Patrouille" (20.15 Uhr)

Im Rahmen der vom Filmexperten Horst-Günther Fiedler kuratieren John-Ford-Retrospektive steht der Kriegsfilm "Die letzte Patrouille" auf dem Programm, der beweist, dass der Meisterregisseur nicht nur im Westerngenre brillierte. Während des Ersten Weltkriegs führt eine kleine britische Einheit eine Patrouille in der mesopotamischen Wüste durch. Als der kommandierende Offizier von einem arabischen Scharfschützen erschossen wird, muss ein Sergeant (Victor McLaglen) das Kommando übernehmen, der nicht über das Missionsziel informiert wurde. Er entscheidet, seine elfköpfige Truppe zurück zur Brigade zu bringen, obwohl er nicht weiß, wo diese sich befindet. Die Filmmusik des österreichischen Komponisten Max Steiner wurde für den Oscar nominiert. Hauptdarsteller Victor McLaglen, der übrigens selbst in Mesopotamien gedient hatte, erhielt zwei Jahre später den Oscar als bester Schauspieler in "Der Verräter" - ebenfalls von John Ford. Außerdem zu sehen sind Boris Karloff, der 1931 als Frankensteins Monster Weltruhm erlangt hatte, Wallace Ford, Reginald Denny und J.M. Kerrigan.

"Krieg im Film": "Stauffenberg - 20. Juli 1944" (21.20 Uhr) und "Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick" (23.00 Uhr)

Jo Baiers vom ORF koproduziertes Kriegsdrama "Stauffenberg - 20. Juli 1944" aus dem Jahr 2003 setzt sich mit dem wohl bekanntesten misslungenen Putschversuch des 20. Jahrhunderts auseinander, der sich dieses Jahr zum 70. Mal jährte. Das Hitler-Attentat von Wehrmachts-Offizieren um Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Sebastian Koch) scheitert. Hitler (Udo Schenk) überlebt den Anschlag, mit fürchterlichen Folgen für alle Beteiligten. Zu sehen sind weiters u. a. Ulrich Tukur, Christopher Buchholz, Hardy Krüger Jr., Nina Kunzendorf und Harald Krassnitzer.
Weiter zurück im 20. Jahrhundert greift Helmut Käutners Literaturverfilmung von Carl Zuckmayers Drama "Der Hauptmann von Köpernick" aus dem Jahr 1956. Der vorbestrafte Schuster Wilhelm Voigt (Heinz Rühmann) erhält im Berlin der Jahrhundertwende keinen Pass mehr. Ohne Papiere aber gibt es keine Arbeit. Der Versuch, einen Pass zu stehlen, endet erneut im Gefängnis. Dort fällt ihm die Preußische Felddienstordnung in die Hände, die er auswendig lernt. Wieder auf freiem Fuß, zieht Wilhelm als Hauptmann von Köpenick in einen vergnüglichen Kampf gegen die verhasste Bürokratie. An Heinz Rühmanns Seite spielen u. a. Martin Held, Hannelore Schroth, Willy A. Kleinau und Leonard Steckel.

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