"matinee" am 27. Juli: HK-Gruber-Porträt, "Serafin on tour" in Steyr und "Musikalische Reisen" auf den Spuren von Holst und Williams

Anschließend: Live-Eröffnung der Salzburger Festsiele (ab 11.00 Uhr)

Wien (OTS) - Gleich drei berühmte Komponisten ihrer Zeit geben in der "matinee" am Sonntag, dem 27. Juli 2014, ab 9.05 Uhr in ORF 2 den Ton an: Zum Auftakt des von Clarissa Stadler präsentierten Kulturvormittags steht eine Ausgabe der "Musikalischen Reisen" auf dem Programm, die nach London und Cheltenham, auf die Spuren von Gustav Holst und Ralph Vaughan Williams, führt. Nach einem "Katholischen Gottesdienst" (9.30 Uhr) live aus der Stadtpfarrkirche St. Gallus in Bregenz - kozelebriert von Diözesanbischof Benno Elbs und unter Mitwirkung von Künstlern der Bregenzer Festspiele - steht mit "Nicht nur Frankenstein - Der Komponist Heinz Karl Gruber" (10.15 Uhr) ein von Herbert Eisenschenk gestaltetes Porträt des humorvoll-kritischen österreichischen Komponisten, Dirigenten und unkonventionellen Interpreten auf dem Programm. Seine Vertonung von Ödon von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald" feiert heute, am 23. Juli, ihre Uraufführung bei den Bregenzer Festspielen (live um 19.30 Uhr in Ö1; weiters am 27. Juli um 20.15 Uhr in ORF III). Danach macht eine neue Ausgabe von "Serafin on tour" (10.50 Uhr) Halt beim Musikfestival Steyr, wo "Mr. Wunderbar" u. a. seinen Sohn Daniel anlässlich der bevorstehenden Premiere des Operettenklassikers "Die Fledermaus" besucht.
Im Anschluss an die "matinee" überträgt ORF 2 ab 11.00 Uhr live den "Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele" (zeitgleich auch in 3sat).

"Musikalische Reisen: London und Cheltenham - Auf den Spuren der Komponisten Gustav Holst und Ralph Vaughan Williams" (9.05 Uhr)

Mit seiner Orchestersuite "Die Planeten" hat sich der 1874 in Cheltenham geborene Musiker und Komponist Gustav Holst für immer einen Platz im internationalen Konzertrepertoire erobert. Wie sein enger Freund Ralph Vaughan Williams liebte auch Holst das englische Landleben, seine Natur und vor allem die englische Volksmusik, aus der beide Komponisten wesentliche Inspiration für ihre eigenen musikalischen Werke zogen. Der britische Schauspieler Simon Callow lädt das Publikum wieder zu einer informativen musikalischen Reise durch einen bezaubernden englischen Landstrich. Regie: Peter Beveridge.

"Nicht nur Frankenstein - Der Komponist Heinz Karl Gruber" (10.15 Uhr)

Mit einer einzigen Komposition schaffte der Wiener Komponist Heinz Karl Gruber den internationalen Durchbruch: Simon Rattle dirigierte 1978 die Uraufführung seines Pandämoniums "Frankenstein" für Chansonnier und Orchester mit Riesenerfolg in Liverpool und öffnete dem Komponisten damit das Tor zur internationalen Musikwelt. Ernsthaftigkeit wollte man dem Clown, der mit Kinderinstrumenten auftrat und die Dreistigkeit besaß, tonal zu komponieren, hierzulande lange Zeit nicht zugestehen. Als schließlich mit Boosey & Hawkes in London einer der größten und effizientesten Musikverlage die Werke HK Grubers in den internationalen Vertrieb übernahm, änderte sich die Wertschätzung gegenüber Gruber schlagartig auch in seiner Heimat. Seither ist er nicht nur der erfolgreichste lebende Komponist Österreichs, sondern ein vielbeschäftigter Musiker, der auch als Chansonnier und als Dirigent großer Orchester gefragt ist. Regisseur Herbert Eisenschenk begleitete "Nali" Gruber, wie er von Freunden genannt wird, in den letzten Monaten der Fertigstellung seiner neuen Oper "Geschichten aus dem Wiener Wald", die anlässlich der Bregenzer Festspiele am 23. Juli im Festspielhaus uraufgeführt wird.
In seinem paradiesischen Zuhause im niederösterreichischen Rosenburg erzählt Gruber über bisher unbekannte Zusammenhänge zwischen ihm und dem Grafenegger Musikfestival und lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer an der Einsamkeit des stillen Komponierens teilhaben. Bei Proben wiederum zeigt sich die andere Seite des Musikers, wenn er sein Gegenüber mit explosiver Energie beeindruckt.
Durch Freunde, Kollegen und Grubers Ehefrau Franka vermittelt der Film einen intensiven Einblick in die faszinierende Innenwelt des musikalischen Meisters, die Sängerin Angelika Kirchschlager so treffend als "riesiges, faszinierendes weites Land" bezeichnet.
Zu Wort kommen auch Christian Muthspiel (Jazzposaunist und Komponist), Friedrich Cerha (Komponist), Kurt Schwertsik (Komponist), Michael Sturminger (Regisseur), Franka Lechner (Ehefrau und Künstlerin) und Janis Susskind (Verlagschefin Boosey & Hawkes, London).

Herbert Eisenschenks filmisches Porträt ist am Sonntag, dem 27. Juli, um 23.05 Uhr auch in ORF III zu sehen. 3sat zeigt die neue Dokumentation am Sonntag, dem 17. August, um 10.15 Uhr.

"Serafin on tour - Musikfestival Steyr" (10.50 Uhr)

In der vierten Folge der TV-Reihe besucht Harald Serafin u. a. seinen Sohn Daniel beim Musikfestival Steyr. Er steht dort in der Rolle des Gabriel von Eisenstein im Operettenklassiker "Die Fledermaus", der am 24. Juli Premiere feiert, auf der Bühne. Weitere Interviewpartner sind Regisseurin Susanne Sommer und der musikalische Leiter Siegfried Andraschek. Auch Sängerin Martina Dorak (Rosalinde) und Sänger Josef Luftensteiner (Frank, Gefängnisdirektor) stehen Serafin Rede und Antwort.

"Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele" (11.00 Uhr, live)

Der traditionelle Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele unter der Intendanz von Alexander Pereira, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Schauspieldirektor Sven-Eric Bechtolf findet wie gewohnt in der Felsenreitschule statt. Der Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren bestimmt in diesem Jahr den Ablauf dieser Festveranstaltung.
Festredner ist Prof. Dr. Christopher Clark, ein in Cambridge lehrender australischer Historiker. Clark ist Experte für preußische Geschichte und preisgekrönter Bestseller-Autor einer Biografie über Wilhelm II, den letzten deutschen Kaiser. In seinem jüngsten Buch "Die Schlafwandler", das 2013 in deutscher Übersetzung erschien, stellt er die bislang in der Forschung vorherrschende These von einer besonderen Kriegsschuld des Deutschen Kaiserreichs infrage und zeichnet die Mechanismen nach, die zum Beginn des Ersten Weltkrieges führten. Bundespräsident Heinz Fischer wird danach die Salzburger Festspiele, die heuer mit 270 Vorstellungen innerhalb von 45 Tagen und an 16 Spielstätten stattfinden, offiziell eröffnen. Musikalisch steht der Festakt im Zeichen von Richard Strauss, Anton Webern und Ludwig van Beethoven, das Mozarteum Orchester spielt unter der Leitung von Ivor Bolton, es singt die Sopranistin Laura Aikin.
Die Live-Übertragung der Eröffnung ist eine Produktion des ORF Salzburg unter der Regie von Kurt Liewehr, aus dem Off moderiert Eva Halus.
Der ORF widmet den Salzburger Festspielen auch heuer wieder einen umfangreichen Programmschwerpunkt in all seinen Medien - von der Neuinszenierung des "Jedermann", über hochkarätige Opern und Konzerte bis hin zu zahlreichen Dokumentationen, Reportagen, Festspielgesprächen und vielem mehr. Nähere Informationen zum Schwerpunkt finden Sie auf presse.ORF.at.

Die "matinee" ist auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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