Ellensohn zu Krauss-Nominierung: Proporz im Schulwesen endlich abschaffen

Wien (OTS) - "Die anstehende Bestellung eines Funktionärs aus dem FP-Nachwuchs, der schon mehrfach durch unappetitliche und unqualifizierte Äußerungen auch in Bildungsfragen aufgefallen ist, zum Stadtschulrats-Vizepräsidenten ist nur ein auffälliger Auswuchs des überkommenen Proporzes im Schulwesen. Wien selbst sind in diesem Fall aufgrund bundesrechtlicher Vorgaben die Hände gebunden. Die proporzmäßige Aufteilung derart wichtiger Zukunftsressorts in ehemals rote und schwarze Einflussbereiche in Bund und Ländern muss der Vergangenheit angehören", kommentiert David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien, die Nominierung eines RFJ-Funktionärs und schlagenden Burschenschaftlers für den Posten des Wiener Stadtschulrats-Vizepräsidenten.

"Das großkoalitionäre Gezerre auf Bundesebene um Fragen zur Schule ist Ursache für einen jahrzehntelangen Stillstand, der von allen unabhängigen ExpertInnen diagnostiziert wird. Die jüngste Auswirkung ist die Stundenkürzung an den Wiener Pflichtschulen, die vom Bund ausgeht. Wien muss nun versuchen, mit eigenen Mitteln gegenzusteuern. Das funktioniert aber nur in einem begrenzten Ausmaß. Daher fordern wir: Schluss damit und den Weg frei machen für Reformen. Wir wollen einen Wiener Weg gehen, der auf die Probleme hier eingeht und sie löst, als immer auf der Stelle zu treten", fordert Ellensohn.

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