Flugreisen - hoher Aufpreis für "ungeeignetes" Handgepäck

Wie sich teure Zusatzzahlungen im Urlaub vermeiden lassen

Wien (OTS/VKI) - Wer einen Städtetrip oder Kurzurlaub plant, verzichtet oft auf einen Koffer und begnügt sich stattdessen mit leichtem Handgepäck. Umso schwerer wiegt die Enttäuschung, wenn -spätestens beim Boarding - unerwartet hohe Zusatzgebühren anfallen. "Vor allem bei Billigfliegern ist im Flugpreis oft kein Check-in-Gepäck enthalten", informiert Barbara Forster vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ). "Die Zubuchung von Extra-Gepäck kann dann schnell teuer werden. Das vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich damit in Summe möglicherweise als ziemlich kostspielig."

Doch was erlaubt ist und was nicht, ist von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft sehr unterschiedlich. EVZ und VKI haben aus diesem Grund - rechtzeitig zum Höhepunkt der Reisezeit - einige praktische Tipps rund ums Thema zusammengestellt. Eine Übersicht inklusive "Checkliste Handgepäck" gibt es unter www.konsument.at und www.europakonsument.at sowie ab 24.07. in der Augustausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Maße: Lieber eine Nummer kleiner

Die internationale Luftverkehrsvereinigung IATA empfiehlt für Handgepäck derzeit Maße von maximal 56 x 45 x 25 Zentimetern. Allerdings setzen nur wenige Fluggesellschaften (zB Aeganair, British Airways, Finnair, Iberia) diese Empfehlung eins zu eins um. Auf der sicheren Seite ist man in der Regel mit Gepäckstücken, die die Maße 55 x 40 x 20 Zentimeter nicht überschreiten. Das jedenfalls ergab eine aktuelle Kurzerhebung bei 25 in Europa tätigen Unternehmen. Achtung: Räder, Handgriffe oder Gurte sind in die erlaubten Maße bereits mit eingerechnet!

Große Unterschiede beim Maximalgewicht

Noch größer als bei den Maßen sind die Unterschiede, was das zugelassene Höchstgewicht betrifft. Während TUIfly und Sun-Air beispielsweise ein Gesamtgewicht von maximal sechs Kilo gestatten, gibt es bei Easyjet und Iberia keine Beschränkungen. British Airways wiederum ist mit zwei Taschen zu je maximal 23 Kilo im Vergleich großzügig. "Bei der Mehrzahl der Fluggesellschaften liegt das Gewichtslimit bei rund acht Kilogramm", erklärt EVZ-Expertin Barbara Forster. "Unser Rat: Lieber nicht auf die Toleranz des Flughafenpersonals setzen, sondern schon vor Reiseantritt die genauen Gepäckbestimmungen der zuständigen Fluglinie prüfen."

Achtung bei "Codesharing"

Vorsicht ist darüber hinaus auch dann angebracht, wenn sich zwei Fluggesellschaften einen Flug "teilen". Beim sogenannten "Codesharing" gelten nicht die Gepäckbestimmungen der Fluggesellschaft, bei der gebucht wurde, sondern die jener Gesellschaft, die den Flug tatsächlich abwickelt. Dasselbe Problem tritt auch bei Transitflügen auf, bei denen unterwegs auf eine andere Airline gewechselt wird. Auch hier können zusätzliche Gepäckgebühren anfallen, die vor Ort kassiert werden.

SERVICE: Mehr Tipps zum Thema Handgepäck gibt es ab 24.07. im August-KONSUMENT sowie unter www.konsument.at und www.europakonsument.at. Bei Urlaubsproblemen im EU-Ausland berät das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) kostenlos unter der Tel. 0810-810 225. Mehr Informationen unter www.europakonsument.at.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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www.konsument.at

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