SOS Mitmensch: Krauss darf von Häupl nicht in den Stadtschulrat bestellt werden

Verbreiter von Hetze ist kein Vorbild für SchülerInnen

Wien (OTS) - "Offenbar hat die FPÖ-Führung aus der Affäre Mölzer nichts gelernt. Anders ist nicht zu erklären, dass sie mit Maximilian Krauss jemanden für das Amt des Vizepräsidenten des Wiener Stadtschulrates nominiert, der durch Anti-Türken-Hetze von sich reden gemacht hat. Krauss ist aufgrund seiner Aussagen mit Sicherheit kein Vorbild für SchülerInnen", kritisiert Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

Unter anderem hatte FPÖ-Bezirksobmann Krauss Anfang dieses Jahres via OTS-Aussendung eine aus rechtsextremen Kreisen stammende Lügengeschichte über "straffreien Kindesmissbrauch durch Türken" verbreitet. Erst nach einer Verhetzungsanzeige von SOS Mitmensch wurde die Aussendung von der FPÖ wieder gelöscht. Eine Distanzierung oder Entschuldigung erfolgte jedoch nicht. Das Ermittlungsverfahren der Justiz gegen Krauss wurde ohne nähere Begründung eingestellt -offenbar weil der FPÖ-Politiker die Anti-Türken-Lügengeschichte "nur" verbreitet, nicht aber mit deftigen Kommentaren gewürzt hatte.

Details dazu hier:
http://www.sosmitmensch.at/site/home/article/746.html

Gemäß § 67 des Wiener Schulgesetzes ist der Präsident des Stadtschulrates, Bürgermeister Michael Häupl, für die Bestellung des Vizepräsidenten des Stadtschulrates zuständig. "Wir rufen Bürgermeister Michael Häupl dazu auf, die Bestellung von Maximilian Krauss abzulehnen und auf einen qualifizierten Kandidaten zu pochen. Ein Hieven von Krauss auf den Stadtschulratsposten wäre ein fatales Signal, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen in Österreich", so Pollak.

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Alexander Pollak
Tel.: 0664 512 09 25
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