ÖH Uni Wien: Getroffen hat es Josef, gemeint sind wir alle!

ÖH Uni Wien kritisiert Verurteilung von Josef S. aufs Schärfste und fordert die Entkriminalisierung von Antifaschismus

Wien (OTS) - Wien - Die heutige Verurteilung von Josef S. zu einer Freiheitsstrafe von nahezu einem Jahr zeigt nicht nur, dass die Justiz versagt hat, sondern auch, dass Antifaschismus kriminalisiert und dadurch rechtes Gedankengut immer salonfähiger gemacht wird, kritisieren die Vorsitzenden der ÖH Uni Wien heute, Dienstag, das Urteil von Josef S.. Zukünftig kann sich keine Person, die sich auf einer Demonstration bewegt, mehr sicher sein, ob sie nicht zum Opfer von Polizeirepression wird. Dies ist ein massiver Einschnitt in die Grundrechte der Menschen, die sich politisch gegen Diskriminierung und Faschismus engagieren. "Getroffen hat es Josef, gemeint sind wir alle", so die Vorsitzenden der ÖH Uni Wien.****

Der Schuldspruch von Josef S. bedeutet, dass an einem jungen Menschen, der sich gegen Faschismus engagiert, ein Exempel statuiert wird; er ist der Leidtragende der maroden österreichischen Justiz. "Im Falle von Josef S. hat ein politischer Schauprozess stattgefunden - bereits die Anklageschrift macht deutlich, dass die Anklage durchwegs ideologisch motiviert war und es ist zu befürchten, dass, gestärkt durch dieses Urteil, nun mit weiteren Repressionswellen gegen Antifaschist_innen zu rechnen ist", so das Vorsitzteam. Sie betonen, dass Polizeirepressionen keinen Platz in einer Demokratie haben dürfen und der Kampf gegen rechtes Gedankengut innerhalb und außerhalb der Universität weitergeführt werden muss.

Die ÖH Uni Wien ruft daher zur Demonstration auf. Diese findet am Samstag, den 26.07., ab 18:00 Uhr am Stephansplatz statt und richtet sich gegen die jenseitige Rechtsprechung im Fall Josef S. und gegen die polizeilichen Repressionswellen der letzten Monate. "Unsere Solidarität gilt Josef! Wir werden weiterhin hinter ihm sowie der antifaschistischen Bewegung stehen", bekräftigt die ÖH Uni Wien abschließend.

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