ÖH mit Stellungnahme zum FH-Plan

Intransparenz und fehlende Einbettung in Hochschulkonzept

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) veröffentlicht heute ihre Stellungnahme zum Entwurf für einen Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplan bis 2017/18 des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW). "Wir vermissen in diesem Plan vor allem die fehlende Einbettung in ein gesamtösterreichisches Hochschulkonzept. Außerdem fehlt es an einer differenzierten Betrachtung der Fachhochschulen nach Schwerpunkten, Größe und Standort", so Julia Freidl vom Vorsitzteam der ÖH. Weiters wird die privatrechtliche Organisation mit öffentlicher Finanzierung in Frage gestellt. "Hier kommt es in unseren Augen zu Intransparenz. Die Organisation des Fachhochschulsektors muss überprüft und anschließend neu bewertet werden", fordert Freidl weiters.

Weiters fordert die ÖH eine Valorisierung der Fördersätze für FH-Studierende. Dies geschah zuletzt 1991. "Es braucht endlich eine Anpassung der Fördersätze an die aktuellen Anforderungen. Viele Fachhochschulen heben zusätzliche Sachmittelbeiträge ein, was Studierende unter hohen finanziellen Druck stellt. Dieser muss dringend abgebaut werden", so Freidl. In der Stellungnahme begrüßt werden die berufsbegleitenden Studien, welche an den Fachhochschulen geschaffen wurden. "Ein solches Modell wünschen wir uns für alle Hochschulen in Österreich. Es muss auch an öffentlichen Universitäten möglich sein berufsbegleitend zu studieren, da viele Studienrichtungen nur dort existieren. Ein solches Modell muss aber auch garantieren, dass die Studierenden der Doppelbelastung Studieren und Arbeiten nicht zu stark ausgesetzt sind, was zur Zeit leider sehr oft der Fall ist", so Freidl.

Mit dem aktuell vorliegenden Plan ortet die ÖH außerdem ein Ausspielen der Fachhochschulen untereinander. "Die unklare inhaltliche Trennung führt zum Chaos. Es scheint so, als ob die Fachhochschulen ihr Ziel nicht kennen, jedoch unbedingt schneller dort sein möchten. Der Fachhochschulplan braucht daher klarere Ziele und muss sich besser in ein Gesamtkonzept des gesamten Hochschulraums einbetten", so Freidl noch abschließend.

Die gesamte Stellungnahme findet sich unter
http://bit.ly/1uaYmgr

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