Bundesjugendvertretung: Gewaltverbot muss Kinder schützen!

Aktuelle Umfrage zu Gewalt als Erziehungsmittel ist klarer Handlungsaufruf an Regierung!

Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung (BJV) sind die aktuellen Zahlen einer Market-Umfrage zum Thema Gewalt als Erziehungsmittel alarmierend: "Gewalt von Eltern an Kindern wird nach wie vor gesellschaftlich toleriert. 27 Prozent sehen Ohrfeigen sogar als akzeptables Erziehungsmittel, das ist erschreckend", kritisiert BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.

Die BJV hebt hervor, dass sich diese Zahlen in den letzten Jahren kaum verändert haben, obwohl mittlerweile einem Großteil das Gewaltverbot bekannt ist: "Seit genau 25 Jahren gilt das Gewaltverbot in der Erziehung, das auch in der UNO-Kinderrechtskonvention verankert ist. Anscheinend herrscht aber die Ansicht vor, dass bei Gewalt für Eltern andere Maßstäbe gelten! Kinderrechte gelten überall und auch Erziehungsberechtigte müssen diese berücksichtigen", erklärt Tradinik.

Allein schon die Redewendung von der sogenannten Gsunden Watschn zeigt den eher laschen gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema, kritisiert die Vorsitzende: "Gewaltanwendung kann niemals gesund sein! Kinder haben das Recht ohne Gewalt aufzuwachsen, das muss endlich auch in Österreich Realität werden!"

Die BJV sieht jetzt einen klaren Handlungsaufruf an die Regierung:
"Andere Länder, wie Schweden, zeigen uns vor, dass bewusstseinsbildende Maßnahmen in diesem Bereich wirken.
Wir fordern daher die Regierung auf, sich an die Worte im Regierungsprogramm zu halten und umgehend Maßnahmen gegen Gewalt in der Familie zu setzen. Der beschämende Status Quo muss endlich der Vergangenheit angehören, hier darf keine unnötige Zeit mehr verstreichen", so Tradinik.

Abschließend betont die Vorsitzende: "Gewalt an Kindern ist kein Kavaliersdelikt. Hier darf nicht länger zugeschaut werden!"

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