- 22.07.2014, 09:30:30
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Bundesjugendvertretung: Gewaltverbot muss Kinder schützen!
Aktuelle Umfrage zu Gewalt als Erziehungsmittel ist klarer Handlungsaufruf an Regierung!
Utl.: Aktuelle Umfrage zu Gewalt als Erziehungsmittel ist klarer
Handlungsaufruf an Regierung! =
Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung (BJV) sind die aktuellen
Zahlen einer Market-Umfrage zum Thema Gewalt als Erziehungsmittel
alarmierend: "Gewalt von Eltern an Kindern wird nach wie vor
gesellschaftlich toleriert. 27 Prozent sehen Ohrfeigen sogar als
akzeptables Erziehungsmittel, das ist erschreckend", kritisiert
BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.
Die BJV hebt hervor, dass sich diese Zahlen in den letzten Jahren
kaum verändert haben, obwohl mittlerweile einem Großteil das
Gewaltverbot bekannt ist: "Seit genau 25 Jahren gilt das Gewaltverbot
in der Erziehung, das auch in der UNO-Kinderrechtskonvention
verankert ist. Anscheinend herrscht aber die Ansicht vor, dass bei
Gewalt für Eltern andere Maßstäbe gelten! Kinderrechte gelten überall
und auch Erziehungsberechtigte müssen diese berücksichtigen", erklärt
Tradinik.
Allein schon die Redewendung von der sogenannten Gsunden Watschn
zeigt den eher laschen gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema,
kritisiert die Vorsitzende: "Gewaltanwendung kann niemals gesund
sein! Kinder haben das Recht ohne Gewalt aufzuwachsen, das muss
endlich auch in Österreich Realität werden!"
Die BJV sieht jetzt einen klaren Handlungsaufruf an die Regierung:
"Andere Länder, wie Schweden, zeigen uns vor, dass
bewusstseinsbildende Maßnahmen in diesem Bereich wirken.
Wir fordern daher die Regierung auf, sich an die Worte im
Regierungsprogramm zu halten und umgehend Maßnahmen gegen Gewalt in
der Familie zu setzen. Der beschämende Status Quo muss endlich der
Vergangenheit angehören, hier darf keine unnötige Zeit mehr
verstreichen", so Tradinik.
Abschließend betont die Vorsitzende: "Gewalt an Kindern ist kein
Kavaliersdelikt. Hier darf nicht länger zugeschaut werden!"
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