Schultes: Fordern rasche EU-Genehmigung der "Ländlichen Entwicklung"

Berglandwirtschaft sichert Basis für florierende Tourismuswirtschaft

Wien (OTS) - "Wir fordern von Brüssel ein rasches 'Ja' zum bereits eingereichten Programm 'Ländliche Entwicklung' (LE). Dieses gibt speziell Betrieben in den Bergregionen zusätzliche Chancen und hilft wesentlich mit, die Berglandwirtschaft abzusichern. Unsere Bergbauern erzeugen nicht nur einmalige Milch-, Käse- und Fleischspezialitäten, die Bewirtschaftung von 390.000 ha Almen sichert außerdem Artenvielfalt sowie Biodiversität und schützt die Bewohner in den Tälern vor Lawinen und Murenabgängen. Schließlich schaffen die Bauern die Basis für eine florierende Tourismuswirtschaft. Daher muss Brüssel rasch das Startsignal für das neue Programm geben", verlangt der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Hermann Schultes, im Rahmen der Sitzung der LK-Präsidenten in Mittersill (Salzburg).

Über 280.000 Tiere auf den Almen

Rund 20% der österreichischen Staatsfläche sind Almgebiet. 27.000 landwirtschaftliche Betriebe treiben ihre Tiere auf 8.400 Almen auf. Derzeit betreuen dort rund 7.000 Hirtinnen und Hirten den Sommer über 268.000 Rinder, 52.700 Milchkühe, 9.300 Pferde sowie 120.000 Schafe und 10.000 Ziegen.

Die Produktion bester Lebensmittel, wie Milch, Butter, Käse und Fleisch, trägt wesentlich zum betrieblichen Gesamteinkommen der Bergbauern bei. Außerdem verhindern Rinder, Schafe oder Ziegen, dass die Almwiesen mit Sträuchern, Büschen oder Bäumen zuwachsen.

Schwerpunkt für Bergbauern, Biobauern und Hofübernehmer

"Wir haben im neuen LE-Programm darauf geachtet, dass alle agrarischen Sparten und Betriebsgrößen, im benachteiligten Gebiet genauso wie in den Gunstlagen, ihre Chancen bestmöglich nutzen können. Darüber hinaus haben wir für die extrem benachteiligen Bergbauernbetriebe in den Zonen 3 und 4, die Biobetriebe und die Hofübernehmer einen budgetären Schwerpunkt gesetzt", so Schultes. "Wir wollten die Chancen für unsere Bäuerinnen und Bauern ausbauen, auch wenn die Budgetmittel weniger werden. Mit einer klaren Zielsetzung und deutlichen Offensivmaßnahmen, wie etwa in der Investitionsförderung, bei den Bergbauern oder den Hofübernehmern, ist uns das auch gelungen. Nun fordern wir die rasche Zustimmung aus Brüssel, um mit der Umsetzung in vollem Ausmaß anfangen zu können", betont der LK Österreich-Präsident abschließend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

LK-Pressestelle
Dr. Josef Siffert
Tel.: 01/53441-8521, E-Mail: j.siffert@lk-oe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001