ÖAMTC: Mit dem Hund auf Reisen - Einreisebestimmungen beachten

Mitnahme von Jungtieren und "Kampfhunden" häufig verboten, Impfnachweise und EU-Heimtierausweis erforderlich

Wien (OTS) - Beim Buchen des Urlaubs stehen viele Hundebesitzer Jahr für Jahr vor einer Herausforderung: Den Vierbeiner mitnehmen oder zuhause versorgen? Wer sich für ersteres entscheidet, für den hat ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Riedl hilfreiche Tipps zusammengefasst -begonnen bei der Wahl des Verkehrsmittels bis hin zu den oft sehr strengen Einreisebestimmungen bzw. Sonderregelungen inner- und außerhalb der EU.

Weite Reisen sind ein Stressfaktor für jedes Tier. Umso wichtiger, dass man seinem Vierbeiner die Reise so angenehm wie möglich gestaltet. Das beginnt bereits bei der Wahl des Verkehrsmittels: "Das Auto ist sicherlich das rücksichtsvollste Verkehrsmittel, wenn man mit Hund verreist", sagt die ÖAMTC-Expertin. "Denn wer selbst fährt, kann individuell Pausen einlegen." Bei längeren Autofahrten mit dem Hund sollte man ein paar Dinge beachten: "Hitze und Stau machen auch den Vierbeinern zu schaffen. Im Sommer sind deshalb Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und ein ausreichender Wasservorrat unerlässlich", erklärt Riedl. Außerdem ist die richtige Sicherung des Tieres wichtig. Hundereiseboxen haben sich in einem ÖAMTC-Crashtest als sicherste Variante für größere Hunde erwiesen. Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Gurte, die am Brustgeschirr befestigt werden.

Alternativ zum Auto kann man Hunde auch im Zug oder Flugzeug mitnehmen. "Bei Bahnreisen gibt es häufig eigene Transportvorschriften für Tiere, die man sich vorab durchsehen sollte", so die ÖAMTC-Touristikerin. Bei Flugreisen gibt es zwei Möglichkeiten: Kleinere Tiere dürfen mit in die Passagierkabine, jedoch nur in einem verschlossenen Transportbehälter, dessen erlaubte Maße und Gewicht von der Airline festgelegt sind. Größere Tiere werden hingegen in einem Container im Frachtraum transportiert. Wichtig: "Tierische Passagiere müssen im Vorhinein bei der Fluglinie angemeldet werden", erklärt Riedl.

EU-Reisen: Heimtierausweis einpacken, Jungtiere und "Kampfhunde" zuhause lassen

Wer mit seinem Hund innerhalb der EU reist, muss den EU-Heimtierausweis mit sich führen. "Diesen erhält man bei jedem Tierarzt. Darin ist u. a. vermerkt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft und per Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet wurde", erklärt die ÖAMTC-Touristikerin. "Entlaufene oder zurückgelassene Tiere können auf die Art leichter identifiziert werden." Finnland, Großbritannien, Irland, Malta und Norwegen verlangen zusätzlich zum Chip und zum EU-Heimtierausweis noch eine Bandwurm-Behandlung, die ein bis fünf Tage vor der Einreise durchgeführt werden muss.

Strengere Vorschriften gelten für sogenannte Kampfhunde, wie zum Beispiel Pitbullterrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden. Einige Länder, wie Deutschland, Frankreich und Norwegen, haben Sonderregelungen oder verbieten die Einreise gänzlich. Ebenfalls nicht erlaubt ist die Mitnahme von Jungtieren unter zwölf Wochen in zahlreichen Ländern wie Deutschland, Italien, Norwegen, Finnland und Großbritannien.

EU-Ausland: Rigorose Bestimmungen für Einreise mit dem Haustier

In einigen Nicht-EU-Ländern wie in Andorra, Liechtenstein, Monaco, San Marino, der Schweiz und dem Vatikan muss ebenso wie bei Reisen innerhalb der EU der Heimtierausweis mitgeführt werden. Besonders streng halten es hingegen Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Russland und Serbien: "Hier muss ein veterinärmedizinisches Gesundheitszeugnis vorgelegt werden. Die Bestimmungen gelten auch dann, wenn man nur auf der Durchreise durch diese Länder ist", erläutert ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Riedl.

Wer nach Mazedonien, Montenegro, Serbien, in die Türkei oder die Ukraine reist, sorgt am besten schon vor Reiseantritt für die Heimreise vor: "Hundebesitzer sollten vor der Abreise in eines dieser Länder einen Bluttest auf Tollwut-Antikörper durchführen lassen. Denn ohne gültigen Testbericht kann es zu Problemen bei der Rückreise nach Österreich kommen", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Der Bluttest muss nur einmal im Leben eines Tieres durchgeführt werden, sofern eine Immunisierung gegen Tollwut nachgewiesen wurde und der Vierbeiner regelmäßig Auffrischungsimpfungen erhält.

Details zu allen Einreisebestimmungen und Tipps für die Reise mit Tieren gibt es in der Länder-Info unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

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